Den heutigen Blogbeitrag möchte ich dazu nützen, euch darauf aufmerksam zu machen, wie das Thema Transgender „da draußen“ noch immer gesehen wird. Wir selbst, die entweder aufgrund ihres trans * Seins zur Community gehören, oder so wie ich, aus Gründen der Solidarität, nehmen die grundlegenden Missverständnisse rund um das Thema „trans“ oftmals gar nicht mehr wahr. Es sei denn eine trans * Person wird wieder mal zur Zielscheibe homophober Angriffe oder direkt kommunizierter Hassphantasien.

Deshalb ist es so wichtig,  dass wir auf verdeckte trans*feindliche Äußerungen, wo und wann immer wir damit konfrontiert werden, entsprechend reagieren und selbstbewusst und sachlich kompetent unsere Meinung äußern, bzw. aufklären.

So geschehen in einem Facebookpost, den ich heute gelesen habe:

Ein angesehener Historiker hat sich in seinem Post darüber ausgelassen, dass die bekannte trans*Frau Anastasia Biefang, die eine Führungsposition bei der Bundeswehr innehat, stets eine hohe Presseaufmerksamkeit bekäme- „Tapfere Soldaten“ hingegen wenig Erwähnung in den Medien fänden. Sex hätte nichts in der Bundeswehr verloren, schon gar nicht in Zeiten des Ukrainekrieges.

Ich habe mich daraufhin aktiv in die Diskussion eingeschaltet und versucht sachlich aufzuklären, dass „trans“ nichts mit Sex zu tun hätte, sondern eine Sache der eigenen Identität sei.

Ich weiß nicht, ob mein Diskussionspartner meine Argumente bis zur Gänze verstanden hat, doch es hat sich eine wirklich fruchtbare und sehr sachliche Diskussion ergeben, die auch von anderen mitgelesen wurde. Ich finde, dass das wirklich wertvoll ist. Zugegeben, es sind kleine Schritte aber jeder Schritt ist ein kleiner Sieg auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Lebensweise für trans*Personen.

Deshalb mein Appell: seid aufmerksam, wenn ihr im Alltag auf homophobe oder transfeindliche Inhalte vorfindet. Lasst sie nicht so stehen! Klärt auf und setzt euch für eine sachliche Diskussionskultur ein!

Eva-Maria Popp

 

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