Unser Kalender ist voller Gedenktage und Jubiläen. Jeder Tag ist einem oder mehreren, mehr oder weniger sinnvollen, Themen gewidmet. Viele Menschen stehen dem eher ablehnend gegenüber und beschweren sich, dass sie in den sozialen Medien aber auch in Print und TV ständig über den einen oder anderen Gedenktag stolpern. Dieser Unmut ist bei bestimmten Thementagen sehr verständlich. Vor allem, wenn man hinter die Kulissen blickt und dabei merkt, dass es oft durchaus kommerzielle Interessen sind, die sich  hinter einem Thementag verbergen. Ich denke  z.B. an den „Tag des Kaffees“, der im Jahre 2006 vom Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufen wurde. 

Allerdings sind Gedenk- und Jubiläumstage absolut nötig, wenn es um das Aufbrechen von Vorurteilen und Tabus geht. Gedenktage bieten vielfältige Möglichkeiten, um niederschwellige Angebote zu etablieren, die der nachhaltigen Themenkommunikation dienen.

Einer dieser wichtigen und unverzichtbaren Gedenktage ist der IDAHOBIT, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie.

Er wird seit 2005 jährlich am 17. Mai begangen, um auf die Diskriminierung der LGBT*IQ Community hinzuweisen, Awareness für bestehende Ungleichheitsstrukturen zu schaffen und sich gemeinsam für Vielfalt und Toleranz zu positionieren. Der 17. Mai kennzeichnet den Tag, an dem die WHO 1990 Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen hatte.

Im Rückblick ist es kaum zu glauben, dass unsere aufgeklärte Gesellschaft fast das gesamte 20. Jahrhundert gebraucht hat, um das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben offiziell aus der Krankheitsecke zu holen. Leider ist dieser Prozess der Normalisierung noch lange nicht abgeschlossen. Deshalb ist der IDAHOBIT ein wichtiger Tag, um wachzurütteln, aufzuklären, zu sensibilisieren und Fakten zu schaffen.

Deshalb ist jede Aktion, jede Kommunikation des IDAHOBIT und seines Themenkreises wichtig und wertvoll. Es ist unsere Pflicht alle Aktivitäten rund um den IDAHOBIT zu unterstützen.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ so lautete 2009 der große Hit von Olaf Berger.

Singt nun auch die Landtagsabgeordnete der bayerischen Grünen, Tessa Ganserer, diese Hit-Zeile? Das könnte schon sein.

Zumindest ist ihr ein Platz im Deutschen Bundestag schon sicher, nominierten die bayerischen Grünen „ihre Tessa“ auf dem vergangenen Parteitag auf Platz 13. Das ist eine gute Startposition für das große Rennen um einen Sitz unter der gläsernen Reichstagskuppel.

Für uns und unsere Stiftung ist das einen großen Freudensprung wert, gehört Tessa doch zu unseren Unterstützerinnen. Sie ist Co-Autorin in unserem Stiftungsbuch und war auch als Ehrengast und Akteurin auf unserer ersten Stiftungsgala in München im November 2019 dabei. 

Tessa weiß, was es heißt trans zu sein. Sie ist die erste trans Frau im Bayerischen Landtag und nun wird sie die erste trans Frau im Deutschen Bundestag werden.

Das ist großartig und ein großer Meilenstein für das Thema „Transgender“.

Mit Tessa und ihrem politischen Engagement kommt Sichtbarkeit und Bewegung in unser Stiftungsthema.

Liebe Tessa, wir beglückwünschen dich von Herzen zu diesem großen Schritt und unterstützen dich gerne in deinem Wahlkampf.

Danke, dass du diesen entscheidenden Schritt gehst.

Es war am 28. Juni 1969 – im New Yorker Stadtteil Greenwich, konkret in der Christopher Street, nehmen die Dinge ihren Lauf, die uns noch heute bewegen. In einer Bar namens Stonewall, die hauptsächlich von Schwulen und Transsexuellen besucht wird, gehen „die Lichter aus“ – die Stunde null der LGBTI-Bewegung.
Was ist passiert?
Die Bar „Stonewall“ in der Christopher Street war in den sechziger Jahren ein privater Tanz Club, der sich an die LGBTI Gemeinde richtete. Das feierfreudige Volk wurde regelmäßig zum Opfer brutaler und erniedrigender Razzien einer Polizei, die wenig tolerant war. Am 28. Juni 1969 war das Maß randvoll. Einige der Menschen, die wieder einmal drangsaliert wurden, begannen sich vehement zu wehren. Dieser spontane Aufstand zeichnet eine historische Zeitmarke, die Stunde Null, und ist heute bekannt als der Christopher Street Day.

Die Aktivisten der „Stonewall“ Bar haben vor mehr als 50 Jahren das große Tor zur Selbstbestimmung aufgestoßen, durchschreiten muss dieses Tor jede*r für sich selbst. Leider sind es noch lange nicht alle, die durch diese Pforte gehen können. Die Homophobie und diverse andere „Phobien“ sind gerade wieder auf dem Vormarsch.

Deshalb ist die alles entscheidende Frage:
Was können wir alle dagegen tun?
Was kann jede*r einzelne von uns dagegen tun?
WIR ALLE MÜSSEN UNS STARK MACHEN FÜR DIE ANERKENNUNG eines SELBSTBESTIMMTEN LEBENS.

Sabina Kocherhans, die Präsidentin der „SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung“ sagt dazu:
„Es ist der Mensch, der zählt!“
Egal welche Hautfarbe du hast, welcher Nationalität du angehörst, welche sexuelle Orientierung du hast, ob du Mann oder Frau bist, ob du transsexuell, intersexuell oder asexuell bist – DU BIST ES, mit dem ich spreche und nicht eine Determinante.
Deshalb setzt die „SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung“ auf Diversity. Sie steht dafür, dass ALLES und ALLE Lebensformen okay sind. Ausgrenzung wird NICHT geduldet.

Diesen Vorgang nennt man in der Sozialwissenschaft das sogenannte Normalitätsprinzip. ALLES ist normal, was und wie das Individuum selbstbestimmt leben möchte. Selbstverständlich unter Achtung des Rechts auf Unversehrtheit.
Normal ist, was gefällt! Erlaubt ist, was gefällt!
Jeder Mensch hat das Recht auf die eigene Normalität.
Jeder Mensch hat die Pflicht darauf zu achten, dass ein selbstbestimmtes Leben in Ruhe, Freiheit und Toleranz von allen gelebt werden kann.
Geh` durch die Pforte der Freiheit und halte proaktiv und bewusst die Tür auf für alle, die dir folgen!
ALLE gehen mit! ALLE sind dabei! ALLE machen mit! ALLE bekennen sich zu einem Leben in Selbstbestimmung.

Deshalb macht es Sinn für uns alle, den jährlich wiederkehrenden Christopher Street Day zu besuchen.
Damit ihr alle Termin und Örtlichkeiten des CSD 2021 habt, hier der aktuelle Link:
https://csd-deutschland.de/events/
Trotz Corona! Wir halten auch im Jahr 2021 die Regenbogenfahne hoch!
Danke, dass ihr alle mitmacht.

Wir schreiben das Jahr 2009. Noch immer ist es ein schwerer Weg, wenn trans* Personen sich outen wollen und endlich von ihrem angestammten Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch machen wollen.

WARUM ist das SO SCHWER?

Darauf gibt es nur eine Antwort:

„Weil die Öffentlichkeit keine trans* Menschen kennt. Sie kommen im öffentlichen Leben einfach nicht vor. Es fehlt die Sichtbarkeit.

Genau das hat die trans* Aktivistin Rachel Crandell-Crocker erkannt und in Michigan den „Transgender Day of Visibility“ ins Leben gerufen, der trans* Personen seither weltweit am 31. März Sichtbarkeit verleiht und ihrem Anliegen auf ein selbstbestimmtes Leben somit eine Stimme gibt.

DAS ist SO WICHTIG und die einzige Maßnahme, die auf Dauer helfen kann ist, dass „trans“ einfach nur „trans“ ist. Nicht mehr und nicht weniger. Einfach normal, einfach präsent, einfach dazugehörend.

Sichtbarkeit holt trans* Personen und ihre diversen Anliegen und Bedürfnisse, sei es in Medizin, Politik und in allen Bereichen der Gesellschaft in den Fokus. Danach gilt es die Reihenfolge einzuhalten: sehen und wahrnehmen – akzeptieren und handeln.

Zugegeben, das ist noch ein langer Weg. Aber jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung zählt.

Sichtbarkeit verhilft ALLEN zu ihrem Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.

Ich entscheide, wer ich bin und wie ich leben möchte!

Ein tolles Beispiel für eine gelungene Aktion zum „TDoV 2021“ ist die Aktion von verschiedenen Münchner Aktivistenvereinen.

Super Idee und so informativ und ansprechend.

Tabuthemen brauchen Menschen, die das Tabu brechen. Alles beginnt mit ein paar Wenigen, die es satt haben gemobbt und ausgeschlossen zu werden.

Mit der gesellschaftlichen Meinung und Akzeptanz ist es wie mit dem berühmten Kieselstein, der ins Wasser geworfen wird. Einmal untergetaucht bilden sich um die Einwurfstelle Kreise. Erst wenige, dann immer mehr. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bewegung entstanden.

Vergleichen wir das Tabu mit dem Kieselstein. Sobald wir es in die Händen nehmen und in das trübe Wasser der Ungerechtigkeit schmeißen, bilden sich die ersten Kreise. In diesem Fall sind es oft die Medien, die einen wesentlichen Stein darstellen.

Vor allem das Fernsehen und die beliebten Fernsehserien, die daily and weekly Soaps, haben sich in den letzten Jahrzehnten als wahre Tabubrecher und Meinungsmacher entpuppt. Denken wir nur an das Thema Homosexualität.

Es war die „brave“ Lindenstraße, die vor vielen Jahren ein erstes homosexuelles Paar über die Bildschirme flimmern ließ. Andere Tabuthemen, wie z.b. das Thema Demenz haben einen großen Durchbruch erfahren, nachdem Til Schweiger den Film „Honig im Kopf“ gedreht hat.

Im Moment scheint das Tabuthema Transsexualität „an der Reihe“ zu sein.

Die Drehbuchautor*innen von beliebten Vorabendserien wie Schwester Betty und Spielfilme bauen das Thema in ihre Handlungsstränge ein. Das ist die einfachste Form von Meinungsbildung.

DANKE an die engagierten Meinungsmacher*innen, die uns mit ihren Drehbüchern unterstützen und dafür sorgen, dass UNSER Thema endlich in den Köpfen der Menschen da draußen ankommt.

Vom Tabu zur Normalität!

SO wertvoll!

Schau doch mal bei Google, was du zum Begriff “Individuum” findest!
Ich habe grade mal geguckt.

Hier die Definition von Individuum:

„Der Mensch als Einzelwesen in seiner jeweiligen Besonderheit“

Warum steht mir heute der Sinn nach der exakten Definition eines Begriffs, von dem ich doch so genau weiß, was er bedeutet? Darauf habe ich eine passende Antwort.
Weil wir alle individuell sein wollen.

Weil wir alle individuell leben wollen.

Weil wir alle auf unser Recht pochen, individuell behandelt, wahrgenommen und in unserer Individualität ernst genommen werden wollen.

ICH BIN, WER und WAS ICH BIN!

Ah, SEHR interessant. Ja, dieser Aussage stimme ich voll zu.

Allerdings frage ich mich, warum Individualität und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben so oft eine Einbahnstraße sind? Warum gestehe ich das Recht auf mein individuelles Sein nur mir zu? Was ist mit dem anderen? Meine*r Nachbar*in? Meine*r Kolleg*in? Meine*r Partner*in? Dem Mann oder der Frau, die mir gerade in der Straßenbahn gegenüber sitzt?

Individualität gilt für ALLE – für mich und für dich!

MERKE: das Recht des Einzelnen endet dort, wo das Recht des anderen beeinträchtigt wird.

Deshalb haben ALLE Menschen das Recht darauf so zu leben, wie sie es wollen und für sich entschieden haben. Es sei denn, sie verletzen mit ihrem Tun die Würde und das Recht des anderen.

Deshalb lass` mir mein Leben!

Lass` mir meine Identität!

Schau` mich nicht so ungläubig an! Ja, ich bin gerne eine Frau. Ja, ich bin gerne ein Mann. Auch wenn du es nicht glauben möchtest. Du musst es glauben, weil ICH es dir sage! Und ich muss es doch am besten wissen, wer und was ich bin!

Ah, du hast begriffen. Das ist gut. Danke, dass du mich in meinem Sein akzeptierst

Der Name ist Programm bei Bella, unserer neuen SocialMedia Managerin, die seit Januar 2021 die Kommunikationskanäle der SK Welcome Home Stiftung in den sozialen Medien betreut.

Schönheit ist für Bella ein großes Thema. Doch sie versteht unter Schönheit definitiv NICHT den minütlichen Blick in den Spiegel nach Schneewittchens Vorbild.

Es geht ihr nicht darum einem Schönheitsideal hinterherzulaufen.

dick oder dünn,

groß oder klein,

blond oder brünett,

Typ Schönheitskönigin oder Typ Kumpel

All diese Attribute spielen für Bella KEINE Rolle!

Für sie zählt, dass sie sich ENDLICH gefunden hat.

Es ist die innere Schönheit, die Schönheit einer starken Persönlichkeit.

Bella hat Jahrzehnte lang damit verbracht sich zu entdecken und sich auf den Weg zu sich selbst zu machen.

In ihrer Geburtsurkunde steht ein männlicher Vorname. Von dort aus war es ein langer Weg zu Bella, der Schönen, bzw. der Weg wird nie ganz zu Ende sein.

Wer steht hinter Bella, der schönen starken Frau?

Bella ist 45 Jahre alt und von Beruf technische Betriebswirtin. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter, beide erwachsen.

Im November 2019 hat sie den ersten großen Schritt gemacht und sich geoutet. Ich stelle mir diesen Schritt so schwer vor, als würde man den Sprung von einer hohen Klippe in unbekannte Gewässer machen.

Bella, ich beglückwünsche dich zu deinem Mut.

Ich weiß, dass du seither durch Himmel und Hölle gehst. Hormonbehandlung, Behördengänge, Psychotherapie …..dumme Bemerkungen und Unverständnis der Menschen inclusive.

Eine schwere Zeit, doch es naht das Licht am Ende des Tunnels – die  persönliche Schönheit einer starken Persönlichkeit, das Leben als Frau, die innere Einheit mit sich selbst.

Die Erfahrungen, die du mit deiner Transition machst sind sehr wertvoll für alle Menschen, die diesen Schritt noch vor sich haben.

Du machst damit Mut und schenkst Zuversicht. DANKE! DANKE! DANKE!

Als Expertin in Sachen Social Media bist du für die Stiftung ein Geschenk des Himmels. Ich bin sicher, dass du schon jetzt für viele unserer User und Follower ein großes Vorbild bist.

Gute Freunde beschreiben dich als vorsichtige und eher zurückhaltende Frau – zurückhaltend auf Grund derschlechten Erfahrungen, die du gemacht hast.

Wenn man dich anerkannt in deinem Sein, dann bist du  lustig, manchmal mit einem Schuss Ironie.

Fürsorglich bist du immer und für alle da, die dich brauchen.

Wir von der Stiftung freuen uns, dass es dich gibt und sind gespannt auf die vielen Aktionen, die wir noch gemeinsam anpacken werden.

Auf gute Zusammenarbeit

Deine Eva-Maria Popp, die Kommunikationstante der SK

Es war ein herber Schlag für alle transPersonen, als sie vom damals amtierenden Präsidenten Donald Trump per Dekret vom Militärdienst in der US Armee ausgeschlossen wurden.
Hatte Barack Obama während seiner Amtszeit transPersonen in die Armee eingeladen, wurden sie von Trump schmählich entfernt!

Ein Rückschritt in Sachen Diversity und kaum zu ertragen!

Deshalb klagte die Bürgerrechtsbewegung ACLU gegen Trumps Vorhaben und war damit erfolgreich.

“Das ist ein unglaublicher Sieg für unsere Mandanten und sendet die Botschaft, dass Transgender nicht nur in unsere Streitkräfte gehören, sondern auch in unser Land”, schreibt ACLU auf Twitter.
Die Bürgerrechtsbewegung „Human Rights Campaign“ dankte Biden für seine Maßnahme in Sachen Diversity. Das US-Militär würde damit wieder “Qualifikation über Diskriminierung” stellen, heißt es in einer Mitteilung.
Präsident Biden war mit dem Versprechen für mehr Diversität angetreten und hat sein Versprechen bereits während seiner ersten Tage im Amt eingelöst.
Neben seiner Rücknahme des Trump Dekrets hat er als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium mit Rachel Levine erstmals eine transFrau für einen derart hohen Posten in der US-Regierung nominiert.

Das alles sind Signale und deutliche Botschaften für eine offene Gesellschaft und für alle Menschen, die auf ein selbstbestimmtes Leben Wert legen.

Danke Mr. President!

Liebe „Schwester Betty“,

wenn am Samstag im Vorabendprogramm „Bettys Diagnose“ auf dem Programmzettel steht, dann gucke ich gerne zu. Du bist nett, du verbreitest gute Stimmung, du nimmst mich mit in deine Welt. Dabei kann ich für 45 Minuten den Alltag vergessen, meine Sorgen für diese Zeit schlafen legen und mich erholen von den täglichen kleinen und großen Mühen eines alltäglichen Lebens. Du zeigst, wie Leben geht.

DU BIST MEINE liebste SEIFENOPER! Diese Vorliebe teile ich mit einem Millionenpublikum.

DU bist mein VORBILD! Was du magst, mag ich auch!

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass du in einer der letzten Sendungen das Thema Transgender im Programm hattest. Ich danke dir im Namen unserer Stiftung dafür. Wenn du das Thema anpackst, dann passieren im realen Leben bei realen trans*Personen WUNDER!

DANKE!

Dein „geistiger Papa“, der Drehbuchautor Michael Illner, hat das großartig gemacht. Als Adolf-Grimme Preisträger  gehört er zu den ganz Großen! Ein Mann mit Weitblick und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis. Er weiß, wo es lang geht.

Auch an ihn ein herzliches Dankeschön für die Offenheit und den Support.

Unsere „SK Welcome Home die Transgenderstiftung“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Transgender in die Mitte der Gesellschaft zu begleiten.

Liebe Schwester Betty, lieber Michael Illner, ihr habt uns eine wichtige und große Meile weitergebracht.

DAS ist UNBEZAHLBAR und wunderbar.

Nochmals von Herzen DANKE

Das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen ist ein beliebtes Thema in den Kinderzimmern dieser Welt. Zahlreiche Erzählvarianten, Theaterinszenierungen und Verfilmungen haben die kleine Meerjungfrau zu einer magischen Figur gemacht. Als Bronzeskulptur im Hafenbecken von Kopenhagen hat sie Kultstatus für alle Besucher der dänischen Hauptstadt.

Wer ist dieses Fabelwesen, das nach der eigenen Identität sucht?

Ist sie Mensch? Ist sie ein Meeresbewohner*in? Ist sie tatsächlich eine Frau? Keines dieser Attribute trifft wirklich auf dieses bezaubernde, wie suchende Fabelwesen zu. Diese Zerrissenheit „zwischen den Welten“, diese Suche nach ihrer Identität macht sie seit Jahrzehnten zur interessanten Figur für die Tiefenpsychologie.

Mit dem Ergebnis, dass die zeitgenössische Psychologie die kleine Meerjungfrau zum Ausdruck einer queeren Persönlichkeit ihres Schöpfers macht.

Hans Christian Andersen war Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Heute weiß man, dass er eigentlich eine trans*Person war. Doch sich das selbst einzugestehen, geschweige denn, sich dazu zu bekennen war zu seiner Zeit mehr als unmöglich.

So hat er in der Welt seiner Märchen Zuflucht gesucht und viele Fabelwesen erschaffen.

Mit der kleinen Meerjungfrau ist ihm ein Meisterwerk der Kompensation gelungen.

Die kleine Meerjungfrau schafft es am Ende, sich aus den quälenden Konventionen ihrer Familie und ihres Umfelds zu befreien. Sie geht kompromisslos IHREN EIGENEN WEG und findet als Belohnung IHRE EIGENE IDENTITÄT.

Ein großes Vorbild und eine klare Botschaft:

Mach` dein Ding! DU weißt, wer du bist! Wenn du dich dazu bekennst, steht deinem Lebensglück nichts mehr im Weg.

Danke, Hans Christian Anders – danke kleine Meerjungfrau für die Botschaft!