Es gibt in Wirtschaft und Gesellschaft lustige Indikatoren, die unglaublich wichtig sind und vor allem stimmig.

Das ist zum einen die Mc Donalds Währung. Ein Hamburger von Mc Donalds wird auf der ganzen Welt nach einem Einheitswert abgerechnet.

Daran kannst du die Währung eines Landes inklusive seiner Kaufkraft messen. Dieses pfiffige Messinstrument ist inzwischen allseits anerkannt und hat Einzug gefunden in die Wirtschaftswissenschaft.

Ähnlich ist es mit der berühmten „Sendung mit der Maus“. Themen, die in der Maus vorkommen, sind definitiv wichtig für unsere Gesellschaft und sind es wert, dort beschrieben, gelehrt und besprochen zu werden. Deshalb ist es für unsere Stiftung und deren Thema „trans“ ein Ritterschlag, dass es seit kurzem eine eigene Mausssendung über „trans“ gibt.

Sehr differenziert und einfach erklärt die Maus, was es mit „trans“ auf sich hat. So einfach, dass es nun wirklich jede`r verstehen kann. Vorausgesetzt dieses Verständnis ist gewollt.

Wer will, der kann „trans“ nun verstehen. Wer nicht will, dem ist nicht zu helfen.

Danke Maus, dass du uns aufgenommen hast in dein Reich des Verstehens.

Der Juni gehört traditionell der Pridebewegung. Deshalb nennt man diesen wichtigen Zeitraum inzwischen Pridemonth.

Zugegeben, als vor mehr als 50 Jahren in der New Yorker Stonewall Bar – Ecke Christopher Street – die Emotionen überkochten, weil die Polizei wieder einmal richtig „hingelangt“ hat, hat sich viel verändert. Trotz alledem gibt es nach wie vor Ausgrenzung, Homophobie, Transphobie und Gewalt bis hin zu Morden. Deshalb dürfen wir nicht aufhören, die Gesellschaft für das Thema Pride, bzw. in unserem Fall für das Thema „trans“ zu öffnen.

Wir dürfen nicht dem Trugschluss unterliegen, dass „alles in Ordnung sei“, so wie es uns die Werbeflyer und Kommunikationsstrategien der deutschen Konzerne und Unternehmen glauben lassen wollen. Mit „Pinkwashing“ gaukeln sie uns vor, dass sie das Thema „trans“ in ihren Reihen ernst nehmen und trans* Personen ganz selbstverständlich zur Mitarbeiterschaft gehören.

Doch die Werbeaussagen täuschen. „Trans“ ist eine Ausnahme und es gibt viele Betroffene, die vor einem Outing zurückschrecken, weil sie nicht sicher sind, wie das im Kolleg*innenkreis und von der „Chefität“ aufgenommen wird.

Pinkwashing ist ähnlich wie Greenwashing oder der altbekannte Ablasshandel im Mittelalter, der schon Martin Luther zu seiner Revolution in der Kirche bewegt hat. Geld lässt alle Sünden schmelzen, so dass der Weg durch das Tor zur Gerechtigkeit mit Geld und erkaufter Gunst gepflastert ist.

Deshalb kann ich nur an euch appellieren – wehrt euch, wenn ihr Pinkwashing wahrnehmt! Legt den Finger in die Wunde und helft der Wahrheit zum Durchbruch. Pinkwashing ist Betrug an den Menschen, die unsere Unterstützung und unsere Anerkennung dringend benötigen.

Den heutigen Blogbeitrag möchte ich dazu nützen, euch darauf aufmerksam zu machen, wie das Thema Transgender „da draußen“ noch immer gesehen wird. Wir selbst, die entweder aufgrund ihres trans * Seins zur Community gehören, oder so wie ich, aus Gründen der Solidarität, nehmen die grundlegenden Missverständnisse rund um das Thema „trans“ oftmals gar nicht mehr wahr. Es sei denn eine trans * Person wird wieder mal zur Zielscheibe homophober Angriffe oder direkt kommunizierter Hassphantasien.

Deshalb ist es so wichtig,  dass wir auf verdeckte trans*feindliche Äußerungen, wo und wann immer wir damit konfrontiert werden, entsprechend reagieren und selbstbewusst und sachlich kompetent unsere Meinung äußern, bzw. aufklären.

So geschehen in einem Facebookpost, den ich heute gelesen habe:

Ein angesehener Historiker hat sich in seinem Post darüber ausgelassen, dass die bekannte trans*Frau Anastasia Biefang, die eine Führungsposition bei der Bundeswehr innehat, stets eine hohe Presseaufmerksamkeit bekäme- „Tapfere Soldaten“ hingegen wenig Erwähnung in den Medien fänden. Sex hätte nichts in der Bundeswehr verloren, schon gar nicht in Zeiten des Ukrainekrieges.

Ich habe mich daraufhin aktiv in die Diskussion eingeschaltet und versucht sachlich aufzuklären, dass „trans“ nichts mit Sex zu tun hätte, sondern eine Sache der eigenen Identität sei.

Ich weiß nicht, ob mein Diskussionspartner meine Argumente bis zur Gänze verstanden hat, doch es hat sich eine wirklich fruchtbare und sehr sachliche Diskussion ergeben, die auch von anderen mitgelesen wurde. Ich finde, dass das wirklich wertvoll ist. Zugegeben, es sind kleine Schritte aber jeder Schritt ist ein kleiner Sieg auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Lebensweise für trans*Personen.

Deshalb mein Appell: seid aufmerksam, wenn ihr im Alltag auf homophobe oder transfeindliche Inhalte vorfindet. Lasst sie nicht so stehen! Klärt auf und setzt euch für eine sachliche Diskussionskultur ein!

Eva-Maria Popp

 

Kennt ihr das Kinderbuch vom kleinen „Ich bin Ich“?

Es ist ein Klassiker in der Kinderbuchliteratur. Dieses Buch könnte nicht besser ausdrücken, was wir uns von der SK Welcome Home Stiftung zum Ziel gesetzt haben:

Jede*r Mensch ist gut so, genau wie er ist – eben ICH bin ICH.

Per se hat diese wesentliche, wie banale Erkenntnis gar nichts mit dem Thema Transgender zu tun. Und doch ist es DAS Thema, wenn man trans* ist. 

Sich selbst zu finden und sich zu einem selbstbewussten Menschen zu entwickeln ist in jedem Leben eine Herausforderung mit Höhen und Tiefen. Trans* Kinder und trans* Personen allgemein haben es hingegen noch ein bisschen schwerer, sich selbst zu finden. Man könnte salopp sagen, sie müssen eine extra Schleife, manchmal auch mehr, drehen. Nicht wenige scheitern am Unverständnis und der Ignoranz ihrer Umgebung und geben den Kampf um die eigene Identität auf.

Das muss ein Ende haben. Lasst uns zusammen dafür kämpfen, dass jeder Mensch exakt so sein darf und so leben darf, wie er*sie es möchte. Wenn diese Einstellung zum Dogma in unserer Gesellschaft wird, dann haben wir es geschafft.

Ich bin okay, du bist okay, wir sind okay – trans* ist okay!

DANKE, dass du diese Zeilen liest und mit deinem Verständnis dazu beiträgst, dass jede*r so sein darf, wie er*sie es möchte.

 

In diesem Beitrag stellen wir euch unsere neue Kooperationspartnerin Svenja Beck vor.

Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Thema „toxische Beziehungen“. 

Wir freuen uns, liebe Svenja, dass wir zueinander gefunden haben. Dein Thema ist unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft, denn es kann jede*n treffen und betreffen. 

Wir von der SK WelcomeHome Stiftung stehen dafür, dass Tabuthemen in die Gesellschaft eingeführt werden. Toxische Beziehungen sind noch immer ein Tabuthema. Sie sind geprägt von unglaublicher Gewalt und emotionaler Abhängigkeit. Die Familien, die davon betroffen sind, verstecken sich oftmals hinter einer Mauer des Schweigens und der Scham. Sie wähnen sich alleine mit dem Thema und wissen nicht, dass so viele andere ebenfalls betroffen sind.

Toxische Beziehungen zerstören Leben, zerstören Familien, zerstören Kinder und Partner*innen. Sie vergiften ALLES, vor allem das Selbstbewusstsein und die Handlungsfähigkeit der Menschen. 

Es ist unsere Pflicht, das Thema „toxische Beziehung“ in der Gesellschaft bekannt zu machen und offen darüber zu sprechen. Nur auf diese Art und Weise kann die Mauer des eisigen Schweigens durchbrochen werden.

Danke Svenja für dein Engagement.

Mehr Informationen zum Thema findet ihr unter https://becksvenja.wixsite.com/website

Seit „TRANS“ einen Platz im Duden aufweist ist es aus der deutschen Gesellschaftspolitik, Gesellschaftskritik und Philosophie nicht mehr wegzudenken.

Da sind zum einen die wichtigsten  Gedenktage, wie z.b. der “International Transgender Day of Visibility“ im Frühling, „Christopher Street Day“ im Juni und „Transgender Day of Rememberance“ im November. Sie schaffen es zunehmend auch in die deutsche Presse und sorgen damit für entsprechende Aufmerksamkeit für das Thema „TRANS“.

Im Duden ist „TRANS“ nicht mehr als ein Adjektiv. 

Adjektive bezeichnen laut Definition Eigenschaften, Merkmale oder Besonderheiten von Personen, Sachverhalten, Zuständen oder Vorgängen. Außerdem kann mit Adjektiven eine Bewertung oder ein Vergleich ausgedrückt werden. Aha interessant! Auch Bewertungen verstecken sich hinter Adjektiven.

Unter dem Begriff „Transgender“ schreibt der Duden:

„sich nicht mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizierend; oft eine binäre Auffassung von Geschlecht ablehnend“.

Ich finde, das ist eine neutrale Beschreibung und zum Glück KEINE BEWERTUNG.

Und nun zurück zur Eingangsfrage:

Ist „TRANS“ ein Wort wie jedes andere

ODER eher ein Wort, das provoziert, das dementiert, das aneckt, das zum Widerspruch aufruft?

Leider scheint sich vor allem in den letzten Monaten eine Tendenz abzuzeichnen, dass der Begriff abgleitet in eine gesellschaftspolitische Diskussion, die unglaublich und eigentlich undenkbar erscheint. Je mehr das Thema in den Vordergrund rückt und sich – Gott sei`s gedankt – in der Gesellschaft etabliert, umso mehr fühlen sich Pseudoliberale und wortgewaltige Philosoph*innen dazu aufgefordert ,ihre Meinung kundzutun.

Da ist an erster Stelle Alice Schwarzer zu nennen. Sie, die als Sinnbild für Emanzipation und Befreiung der Frauen steht – gerade sie – spricht trans* Menschen das Recht auf Selbstbestimmung ab und widmet diesem Thema ein ganzes streitbares Buch. Pfui Teufel! Welche absurde Doppelmoral.

Ähnlich verhält es sich mit dem Philosophen Peter Sloterdijk, der in seinem neuestem Buch „Wer noch kein Grau gedacht hat“ schwer ins Gericht mit dem Regenbogen geht.

In diese verhängnisvolle Reihe vermeintlich liberaler Wortführer*innen reihen sich Menschen aus meinem persönlichen Umfeld ein, die ich bislang vor allem wegen ihres liberalen Gedankengutes geschätzt habe. Sie haben meinen Einsatz für „TRANS“ bisher geduldet und wenig kommentiert. Nun kriechen sie aus allen Löchern der seelischen Abgründe hervor und outen sich als Moralisten mit dem erhobenen Zeigefinger. Das Recht dazu nehmen sie sich bei den großen Namen wie Schwarzer und Sloterdijk.

Allen ist gemein, dass sie noch NIE mit einem trans* Menschen gesprochen haben. Nein sie urteilen und verurteilen OHNE zu wissen! 

Das hat fatale Folgen für die Betroffenen. Das Ruder dreht gerade nochmal zurück auf Anti!

Umso mehr und umso engagierter MÜSSEN WIR, die sich dem Thema TRANS verschrieben haben – ob selbst betroffen oder „nur“ interessiert – für die Selbstbestimmung und Gleichheit ALLER Menschen kämpfen. TRANS ist NUR ein ADJEKTIV im Duden – OHNE BEWERTUNG.

Eva-Maria Popp

Der fürchterliche Krieg in der Ukraine ist für die Bevölkerung eine unglaubliche Belastung. Aktuell befinden sich 10 Millionen Ukrainer*innen auf der Flucht, was für diese Menschen viele Gefahren birgt mit maximalen Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele.

Es gibt allerdings eine Gruppe von Menschen, für die eine Flucht aus der Ukraine lebensbedrohend sein kann. Dazu gehören trans* Frauen. Sie finden keine Anerkennung.

Die Ukraine zu verlassen, ist für trans* Frauen derzeit fast bis ganz unmöglich. Dies liegt daran, dass die meisten trans* Frauen dort immer noch einen männlichen Geschlechtseintrag im Reisepass haben. Und Männern zwischen 18 und 60 Jahren ist seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine von der ukrainischen Regierung untersagt, das Land zu verlassen. Sie müssen sich für evtl. Fronteinsätze bereit halten. 

Aber genau dies ist für trans* Frauen lebensgefährlich: Nicht nur die Tatsache, dass sie an der Front fallen könnten. Im Rahmen der Transition reflektieren sich trans* Menschen selbst. Und gerade trans* Frauen haben dann meist eine Dysphorie, insbesondere in Bezug auf Ihre Männlichkeit, den männlichen Körper usw. Wenn man also eine trans* Frau zwingt, eine Waffe zu tragen, kann dies in höchstem Maß zu einer suizidalen Gefahr führen.

Doch dies sind nicht die einzigen möglichen Gefahren: In einem Land, in dem Transphobie eher die Regel als die Ausnahme ist, haben die betroffenen Personen zudem eine berechtigte Angst vor Übergriffen jedweder Art.

Lisette Rosenkranz, eine engagierte Unterstützerin unserer Stiftung, hat die abenteuerliche Flucht der trans* Frau Zi Faámelu unterstützt, die ihr zum Glück gelungen ist. Seither arbeiten Lisette und Zi Faámelu unentwegt daran, dass sich die Situation von flüchtenden trans* Frauen verbessert.

Deshalb appellieren Zi Faámelu und Lisette an unsere deutsche Regierung, Druck auszuüben auf die ukrainische Seite: Deutschland unterstützt die Ukraine derzeit ungemein mit Waffenlieferungen und Geldzuwendungen, was angesichts des russischen Angriffskrieges absolut in Ordnung ist. Nicht in Ordnung ist jedoch, dass die Ukraine zwar diese Hilfen annimmt, jedoch auf der anderen Seite unsere Menschenrechte und Werte nicht akzeptiert. Stellenweise höre ich von Fällen, dass trans* Frauen an der Grenze gezwungen werden, sich auszuziehen.
Was hier derzeit vor sich geht, ist ein Krieg im Krieg, ist eine absolute Unmenschlichkeit. Lisette und Zi Faàmelu werden nicht aufhören mit ihrem Engagement, bis sie gehört werden und die betroffenen Personen sich endlich in Sicherheit wissen.

Unterstützt werden sie in ihrer Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität, kurz dgti e.V.

Bitte unterstützen auch Sie das Engagement von Lisette und Zi Faámelu. Sprechen Sie darüber und informieren Sie die Medien. 

Herzlichen Dank

Das Team der SK WelcomeHome – die Transgenderstiftung

Neve ist eine Künstlerin, die es als Comiczeichnerin mit ihrem Zeichenstift immer wieder schafft, die Wirklichkeit und die Befindlichkeit der beteiligten Menschen abzubilden. Neve zeichnet hochwertige Comics – ihre Abbildungen erfassen ganzheitlich das Geschehen. Die Schärfe, mit der sie ihren Stift führt, schaffen nicht viele.

Nun hat sie sich an ihr eigenes Leben gemacht, was für eine*n Künstler*in nicht ganz einfach ist. Doch auch dieses Projekt hat sie mit Bravour gemeistert.

Neve hat ein Buch geschrieben, in dem sie uns an ihrem Lebensweg als trans* Frau teilnehmen lässt. 

Das Buch macht betroffen und manches Mal stockt den Leser*innen der Atem, weil man eigentlich gar nicht glauben kann, dass ein Mensch das alles aushalten und ertragen kann.

Liebe Neve, vielen Dank für deine Offenheit. Damit trägst du wesentlich dazu bei, dass wir, die SK WelcomeHome Stiftung,  unserem Stiftungsziel – der Öffnung der Gesellschaft für das Thema „trans“ – einen wesentlichen Schritt näher gekommen sind.

Außerdem bist du eine wichtige Stütze in unserem Stiftungsteam. Dafür danken wir dir von Herzen. Und nun wünschen wir dir und deinem Buch viel Erfolg und Verkaufszahlen, die durch die Decke schießen.

Zum Schluss: klare Empfehlung an unsere Leser*innen. Das Buch müsst ihr haben! DEFINITIV

 

ISBN 978-3-7549-4034-1
19,95€ inkl. MwSt.

Im Kleinen geboren und durch die Macht vieler Hände, die Verantwortung übernehmen,  zusammen anpacken und helfen,  groß geworden.

So oder so ähnlich sind viele weltweite bedeutende Bewegungen entstanden. Sie machen die Welt in der wir leben ein bisschen besser.

Auch unsere Stiftung hat sich vor mehr als zwei Jahren auf diesen Weg gemacht. Wie schön, dass seither schon viele Menschen Verantwortung übernommen haben und die Stiftung tatkräftig unterstützen. 

Die große Publizistin Marion Dönhoff beschreibt sehr treffend, was es mit der Verantwortung auf sich hat:

„Verantwortung zu tragen, das wurde uns nicht gepredigt, das ergab sich einfach in der Gemeinschaft.“

In diesem Sinne heißen wir unsere neuen Unterstützer*innen herzlich willkommen.

Katharina Zürns – Lisette Paris – Michaela Raeth

Ein altes Sprichwort sagt: 

“Viele Hände schaffen ein rasches Ende.“

Übersetzt auf unser Stiftungsziel heißt das:

Wir schaffen es bald, dass trans* Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können – ohne Vorurteile, ohne Anfeindung, ohne Ausgrenzung.

Leider braut sich in der Gesellschaft gerade eine neue Form von Gegenwind in Sachen „trans“ zusammen.

Da fühlt sich die Feministin Alice Schwarzer gemüßigt ein Buch über Transgender zu schreiben und den trans* Frauen damit auf übelste Art und Weise in den Rücken zu fallen. Da wird unsere Bundestagsabgeordnete Tessa Ganserer beschimpft und verunglimpft.

Es werden Gerüchte gestreut, Ängste geschürt und die Menschenrechte von trans* Menschen – auch in Deutschland – mit Füssen getreten.

Wir kämpfen dagegen mit unseren Mitteln – mit Worten, mit Büchern, mit niederschwelligen Angeboten, mit objektiver Information, mit Solidarität und Zusammenhalt – steter Tropfen höhlt den Stein und viele Hände machen ein rasches Ende.

DANKE an alle unsere Unterstützer*innen und nochmals ein herzliches Willkommen an unsere Neuen.

Das war unser Jahr 2021

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, sagte der berühmte Philosoph Aristoteles. Ja, wo er Recht hat, hat er Recht. Deshalb adaptieren wir diese wichtige Botschaft für unsere Stiftung und halten Rückschau, nach unseren Aktivitäten und dem Ergebnis, das wir damit erreichen konnten.

Vorausschicken möchte ich, dass es das Ziel unserer Stiftung ist, sich sehr niederschwellig um die Akzeptanz des Themas „trans“ in großen Teilen der Gesellschaft zu kümmern. Das ist ein großes Ziel, das wir sicher nicht in kurzer Zeit erreichen können. Doch auch hier zitiere ich ein berühmtes Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel“. 

Unsere Stiftung hat sich 2019 auf den Weg gemacht. Der erste Teil der Wegstrecke war gepflastert mit vielen bürokratischen Hürden aber auch mit der Orientierung, der Konzeption und  der Teambildung.

Das vergangene Jahr 2021 war geprägt von vielen Aktivitäten in Sachen PR und Öffentlichkeitsarbeit, was absolut unserem Kernziel entspricht.

Ein großes Projekt war die Stiftungsgala „Spectacolo Amace“ im Captiol Theater in Offenbach. Viele Prominente und VIP`s haben uns, und somit unserem Thema, die Ehre gegeben. Allen voran sei der große Hollywood-Produzent und Bestsellerautor Ray Charles junior genannt, der sich sehr bewegt zeigte von der Community. Er hat fest versprochen, das Thema „trans“ mit nach Hollywood zu nehmen. WOW! Das ist großartig und ein großer Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel.

Ein Großteil unserer Arbeit läuft in den sozialen Medien. Wir posten regelmäßig unseren zweiwöchentlich erscheinenden Blog. Dieser nimmt viele aktuelle Themen aus der Community auf, sowohl politisch motivierte, als auch persönliche Themen. Immer wieder schreiben wir in diesem Blog über weltweite Kunstprojekte, die das Thema „trans“ in den Vordergrund rücken, aber auch der Blick in die Geschichte kommt nicht zu kurz.

Im  regelmäßigen „Queertalk“ unserer Stiftungspräsidentin kommen wichtige Menschen und Meinungsbildner*innen zu Wort und bereichern unsere Kommunikationsstrategie.

Mit der dgti e.V. verbindet uns eine rege Kommunikation und Kooperation.

Viele Veranstaltungen, die wir das ganze Jahr über geplant hatten sind natürlich dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Von einem Spendenlauf im Mai, bis zu unserer Teilnahme an diversen CSD-Märschen mussten wir auf öffentliche Auftritte verzichten. Nichts desto trotz haben wir dafür an vielen  digitalen Veranstaltungen teilgenommen oder haben entsprechende Kampagnen organisiert und durchgeführt.

Die direkte Beratungsarbeit und finanzielle Unterstützung von einzelnen betroffenen Personen ist eigentlich nicht in unseren Stiftungszielen verankert. Dennoch findet sie immer wieder situationsorientiert statt. Allerdings kommunizieren wir das nicht öffentlich, um die Menschen, die uns direkt um Hilfe bitten, zu schützen.

Viele Vorbereitungen auf große Projekte, die wir im Jahr 2022 planen sind natürlich bereits in 2021 angelaufen und haben einen Teil unserer Arbeitszeit aber auch finanzielle Ressourcen beansprucht.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Stiftungspräsidentin Sabina Kocherhans, die unermüdlich im Einsatz ist und durch ihr Engagement das finanzielle Rückgrat unserer Stiftung bildet. Außerdem ist sie ständig damit beschäftigt andere Menschen davon zu überzeugen, unsere Stiftung finanziell zu unterstützen.

Auch im personellen Aufbau ist Sabina fest eingebunden. Es wurden neue Stellenprofile geschaffen, die im Jahr 2022 umgesetzt und besetzt werden. 

Ebenfalls wurde die Unternehmerkommunikation im Jahr 2021 intensiv ausgebaut und bespielt. 

Die Stiftung wird in Zukunft von Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung von Diversity Konzepten herangezogen werden. Vor allem diese Tätigkeit bringt uns unserem Ziel ein großes Stück näher.

Fakt ist:

Wir gehen unseren Weg, stetig und in kleinen, manchmal großen Schritten. Wir sind stolz darauf, dass wir die vielen Steine, die auf diesem Weg liegen, gemeinsam im Team beseitigen und freuen uns über jeden Schritt, den wir für unsere Community und das Thema „trans“ weiterkommen.

DANKE von Herzen an alle, die uns unterstützen, die mit uns ins Gespräch kommen und die unsere Botschaft weitertragen.

DANKE auch an das gesamte Stiftungskernteam. Ihr seid SPITZE!

Gemeinsam sind wir stark!