Warum der Jahreswechsel für viele trans Menschen mehr ist als ein Kalenderwechsel

Wenn Identitätsfragen im Erwachsenenleben auftauchen

Der Januar gilt als Zeit für neue Vorsätze und frische Starts. Für trans Menschen über 30, die sich erst jetzt mit ihrer geschlechtlichen Identität auseinandersetzen, ist dieser Moment oft etwas anderes: Ein Punkt, an dem sichtbar wird, was schon lange da war.

Du hast bereits eine Karriere aufgebaut, Beziehungen geführt, Verantwortung übernommen. Wenn Fragen zur eigenen Identität in diesem Lebensabschnitt Raum bekommen, passiert das nicht im luftleeren Raum – sondern mitten im Leben.

Der Jahreswechsel verstärkt oft, was vorher schon da war: Unsicherheiten, Klärungsbedarf, der Wunsch nach Stimmigkeit. Aber wo anfangen? Und mit wem darüber sprechen?

Was jetzt wirklich gebraucht wird: Orientierung

Viele glauben, bei Identität gehe es um schnelle Entscheidungen. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade im Erwachsenenalter braucht es zuerst Einordnung:

  • Was bedeutet das, was ich empfinde, konkret für mein Leben?
  • Welche Informationen helfen mir, meine Situation zu verstehen?
  • Welche Schritte sind realistisch und welche Erwartungen kommen von außen?

Ohne diese Orientierung entsteht Druck. Und Druck führt selten zu tragfähigen Lösungen.

SK Welcome Home schafft genau diese Orientierung – für Menschen, die Klarheit suchen, und für Unternehmen, die unterstützen möchten.

Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Für die meisten trans Menschen über 30 ist der Arbeitsplatz nicht nur Einkommensquelle, sondern sozialer Raum und Sicherheitsfaktor. Hier verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit. Hier werden sie mit Namen und Pronomen angesprochen. Hier entscheidet sich, ob sie sich zeigen können oder verstecken müssen.

Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor einer Realität, auf die sie oft nicht vorbereitet sind. Nicht aus Ablehnung, sondern aus fehlender Erfahrung. Ohne Diversity-Abteilung, ohne Prozesse, ohne Ansprechpersonen.

Die Fragen sind konkret:

  • Wie führt ihr respektvolle Gespräche?
  • Was ist rechtlich zu beachten?
  • Wie unterstützt ihr, ohne zu überfordern?
  • Was brauchen Teams, um sicher zu reagieren?

Die gute Nachricht: Ihr müsst das nicht alleine lösen.

Was SK Welcome Home anders macht

Wir vermitteln nicht nur Wissen – wir schaffen verlässliche Strukturen.

Für trans Menschen:

  • Fundierte Informationen statt überwältigender Google-Recherchen
  • Einordnung statt Druck
  • Realistische Perspektiven statt unrealistischer Erwartungen

Für Unternehmen:

  • Konkrete Handlungsschritte statt symbolischer Gesten
  • Externe Begleitung statt Überforderung interner Teams
  • Langfristige Unterstützung statt Aktionismus

Wir arbeiten als Stiftung in der Schweiz und als Verein in Deutschland – weil nachhaltige Unterstützung klare Strukturen braucht, nicht nur gute Absichten.

Warum wir deine Unterstützung brauchen

Die Nachfrage ist da. Menschen suchen Orientierung. Unternehmen wollen verantwortungsvoll handeln. Aber wir können nur so viele Menschen erreichen, wie unsere Ressourcen es zulassen.

Was wir mit deiner Spende ermöglichen:

Mehr Reichweite

  • Mehr trans Menschen vermitteln wir an qualifizierte Beratungsstellen
  • Mehr Unternehmen unterstützen wir beim Aufbau inklusiver Strukturen

Mehr Transparenz

  • Wir entwickeln zugängliche Informationsmaterialien
  • Wir dokumentieren Best Practices und teilen sie öffentlich

Mehr Wirkung

  • Wir begleiten KMUs dabei, bessere Arbeitgeber zu werden
  • Wir schaffen Verbindungen zwischen Menschen, die Unterstützung suchen, und Organisationen, die sie bieten können

Deine Spende bewirkt konkret:

    • 50 Euro finanzieren eine Erstberatung für ein KMU ohne HR-Abteilung
  • 100 Euro Dieser Betrag ermöglicht einem trans* Menschen z.B. den Besuch eines Wochenend-Workshops
  • 150 Euro ermöglichen Informationsmaterialien für bis zu 10 Unternehmen
  • 250 Euro finanzieren spezialisierte Beratungsdienste für zwei Personen, um ihnen bei der Bewältigung von Herausforderungen und der Stärkung ihres Selbstbewusstseins zu helfen.
  • 1.000 Euro tragen zur Realisierung von Events bei, bei denen mehrere trans* Menschen zusammenkommen können, um Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung zu finden und gemeinsam zu wachsen.

Jeder Betrag zählt. Jede Spende schafft Orientierung, wo vorher Unsicherheit war.

Der Jahresanfang als Moment zum Handeln

Für trans Menschen ist der Januar oft ein Spiegel – ein Moment der Standortbestimmung.

Für Unternehmen kann der Jahreswechsel ein Anlass sein zu fragen: Sind wir vorbereitet? Haben wir Strukturen – oder nur gute Absichten?

Für dich als Unterstützer:in ist es die Gelegenheit, konkret etwas zu bewegen.

Viele Grüße

Vanessa Donat & Michaela Raeth

Social Media Team

SK WelcomeHome – Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

 

Was trans Menschen in der „besinnlichen Zeit“ wirklich erleben

Weihnachten – das Fest der Liebe.
Zumindest in der Theorie.

Während draußen alles leuchtet, glänzt und harmonisch wirkt, zeigt sich im Inneren vieler Familien ein ganz anderer Teil dieser Zeit:
Ein Teil, über den kaum jemand spricht – und den zu viele trans Menschen jedes Jahr aufs Neue durchstehen müssen.

Es ist der Moment, in dem klar wird:
Weihnachtsfriede gibt es.
Aber nicht für alle gleichermaßen.

Wenn Akzeptanz an der Haustür endet

Weihnachten bringt Menschen zusammen.
Familie, Tradition, Rituale – all das rückt näher.
Doch genau diese Nähe wird für viele trans Menschen zur Belastungsprobe.

Während andere voller Vorfreude zur Familie fahren, fragen sich viele:

Werde ich dort ich selbst sein dürfen?
Oder erwartet man, dass ich wieder in eine Rolle zurückfalle, aus der ich mich mühsam befreit habe?
Wird mein Name gesagt? Meine Identität anerkannt? Meine Existenz respektiert?

Es sind stille Fragen.
Aber sie wiegen schwer.
Und sie gehören zu einer Zeit, die eigentlich voller Liebe sein sollte.

Ein Kind in der Krippe – willkommen.

Ein trans Mensch am Tisch – diskutiert.

Hier liegt der vielleicht schmerzhafteste Widerspruch dieser gesamten Jahreszeit:

Jedes Jahr feiern wir die Geschichte eines Kindes, das unter widrigsten Umständen geboren wurde.
Arm. Schutzlos. Ohne Platz in der Welt.

Und doch wurde dieses Kind bedingungslos aufgenommen.
Die Geschichte erzählt uns von Wärme, Gastfreundschaft, offenen Türen – selbst für jene, die nicht „ins Bild passen“.

Aber heute?

Das Jesuskind – fremd, vulnerabel und nicht in gesellschaftliche Normen passend – wird selbstverständlich gefeiert.
Doch ein trans Mensch in der eigenen Familie?

Da werden plötzlich Regeln erfunden.
Da wird Identität diskutiert.
Da wird Liebe an Bedingungen geknüpft.

Wie kann es sein, dass wir seit 2000 Jahren ein Kind in einer Krippe willkommen heißen –
aber einen trans Menschen im eigenen Wohnzimmer nicht?

Wie kann es sein, dass eine Hütte Aufnahme bot, während manche Familien ihren eigenen Kindern keinen sicheren Platz geben?

Weihnachten erzählt uns, dass Nächstenliebe keine Voraussetzung ist.
Dass Menschlichkeit ohne Bedingungen auskommt.
Dass jeder, der um einen Platz bittet, ihn verdient.

Vielleicht wäre es Zeit, diese Botschaft wieder ernst zu nehmen.

Warum Räume wie SK WelcomeHome unverzichtbar sind

Nicht jeder Mensch hat eine Familie, die Türen öffnet.
Nicht jede Person erlebt Respekt, wenn alle anderen feiern.

Deshalb sind Räume wie SK WelcomeHome nicht einfach „nice to have“.
Sie sind notwendig.

Weil sie:
• Begegnung schaffen, statt Bewertung.
• Zuhören ermöglichen, statt Beurteilung.
• Sicherheit bieten, wo Unsicherheit herrscht.
• Sichtbarkeit herstellen, wo sonst Unsichtbarkeit bleibt.
• Beratung geben, die stärkt – nicht verletzt.

Und weil sie genau dort Wärme schenken, wo Familien versagen.

Weihnachten könnte einfach sein – wenn wir es ernst meinen würden

Es müsste nicht kompliziert sein.

Weihnachten könnte ein Zuhause sein – auch für trans Menschen.
Eine Zeit, in der Namen respektiert werden.
Pronomen selbstverständlich sind.
Und Identität nicht diskutiert wird, sondern angenommen.

Liebe ist keine Verhandlung.
Und Frieden keine Option.
Beides ist ein Menschenrecht.

Ein Funke Veränderung und was du tun kannst

Es braucht keinen Aktivismus.
Keine Rede.
Keine große Bühne.

Es braucht Menschlichkeit.

✨ den richtigen Namen verwenden
✨ Pronomen respektieren
✨ zuhören, statt korrigieren
✨ Religion niemals als Waffe benutzen
✨ fragen: „Wie kann ich dich unterstützen?“

Oft reicht schon ein einziger Satz:
„Ich sehe dich.“

Damit keiner an Weihnachten im Schatten bleibt

Weihnachten soll niemand allein machen müssen – schon gar nicht ein Mensch, der um Akzeptanz kämpft.

Wer SK WelcomeHome unterstützt, schenkt nicht nur Geld:
Sondern Hoffnung.
Wärme.
Und die Möglichkeit, dass der Weihnachtsfriede endlich alle erreicht.

💛 Spenden per PayPal:
paypal@sk-welcomehome-stiftung.com

Liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth
Social Media Team
SK WelcomeHome – Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

 

Weihnachten trägt einen Zauber, den man nicht erklären muss.
Lichter, Wärme, Düfte, Erinnerungen – all das webt sich zusammen zu einer Zeit, die für
viele wie ein Ankommen wirkt.

Doch dieser Zauber hat auch eine andere Seite.

Eine Seite, die nicht jeder sieht.

Denn während manche im Licht stehen, erleben andere die Feiertage im Schatten.
Nicht, weil sie nicht dazugehören wollen – sondern weil sie oft nicht dazugehören dürfen.

Für viele trans Menschen ist Weihnachten kein Fest der Geborgenheit.
Es ist der Moment, der schmerzlich sichtbar macht, wo Akzeptanz endet und Anpassung
erwartet wird.

Wenn der Dezember Türen öffnet – und gleichzeitig verschließt

Weihnachten ist eine Zeit der Nähe.
Und genau diese Nähe kann für trans Menschen zur Herausforderung werden.

Während andere voller Vorfreude nach Hause fahren, fragen sich viele:
Werde ich dort überhaupt ich selbst sein dürfen?
Oder muss ich zurück in eine Rolle, aus der ich mich mühsam befreit habe?

Es sind Fragen, die still wehtun.
Fragen, die kaum jemand laut ausspricht.
Und doch bestimmen sie das Empfinden vieler trans Menschen in einer Zeit, die eigentlich
voller Liebe sein sollte.

Weihnachten zeigt, was im Alltag manchmal untergeht:
Dass Selbstbestimmung für einige noch immer ein mutiger, täglicher Akt ist.

Valerie – ein Licht, das aus sich selbst heraus leuchtet

Eine dieser Menschen ist Valerie.

Ihr Leben war nicht immer leicht.
Es gab Zweifel, Brüche, Entscheidungen, die Mut erforderten – nicht den lauten Mut, den
man auf Bühnen feiert, sondern den stillen Mut, den man nur sich selbst schuldet.

Es gibt diesen einen Moment in Valeries Geschichte, der alles verändert hat:
Als sie aufhörte, ein Leben zu leben, das sich nicht nach ihr anfühlte.
Als sie begann, dem zu folgen, was schon lange in ihr leuchtete.

Und vielleicht ist es kein Zufall, dass ihr Name „die Starke“ bedeutet.
„Die Kraftvolle“.
Ein Name, der Ausstrahlung und Standhaftigkeit in sich trägt.

Wir sind stolz auf Valerie.
Auf ihren Weg, auf ihre Entschlossenheit, auf ihre Wärme.

Sie lebt die wahre Bedeutung ihres Namens:
eine Stärke, die nicht schreit, sondern strahlt.
eine Kraft, die nicht dominiert, sondern trägt.
ein Licht, das nicht blendet, sondern wärmt.

Valerie ist ein Beispiel dafür, dass Selbstbestimmung nicht nur ein politischer Begriff ist –
sondern ein leiser, mutiger Akt der Selbstachtung.

Warum Räume wie SK WelcomeHome lebenswichtig sind

Nicht jeder Mensch hat Menschen wie Valerie um sich.
Nicht jede Person hat einen Ort, an dem sie einfach sein darf – ohne Diskussion, ohne
Erklärung, ohne Zweifel an der eigenen Identität.

Genau deshalb braucht es Orte wie SK WelcomeHome.

Orte, die niedrigschwellige Beratung anbieten.
Orte, an denen trans Menschen nicht nur durch Informationen, sondern durch echte
Begegnung getragen werden.
Orte, die in verschiedenen Städten Veranstaltungen schaffen, die Mut machen – sichtbar,
bunt, vielfältig.
Und Orte, die zwei große Galas ermöglichen, die zeigen:
Vielfalt ist keine Randnotiz.
Sie ist Teil unserer Gesellschaft.
Und sie verdient Würde, Raum und Respekt.

Diese Räume finanzieren sich nicht von selbst.
Sie entstehen durch Herz, Engagement – und durch Menschen, die verstehen, wie wichtig
Sichtbarkeit und sichere Orte sind.

Weihnachten ist nicht nur ein Fest – es ist ein Gefühl

Und dieses Gefühl sollte niemand allein im Schatten erleben müssen.
Während der Lichterglanz draußen heller wird, braucht es drinnen Orte, an denen Menschen
aufatmen können.
Orte, die sagen:
„Du bist willkommen.“
„Du bist richtig.“
„Du darfst du sein.“

Denn Weihnachten ist kein Fest der Perfektion.
Es ist das Fest der Hoffnung – besonders für jene, die sie am dringendsten brauchen.

Ein kleines Licht kann den Unterschied machen

Oft unterschätzt man, wie viel eine einzelne Unterstützung bewirken kann.
● 100 € ermöglichen einem trans Jugendlichen die Teilnahme an einer Veranstaltung,
die Mut macht.
● 500 € finanzieren ein Beratungsangebot, das Sicherheit schenkt.
● 1.000 € helfen dabei, eine Gala zu tragen, die Vielfalt feiert und sichtbar macht.

Jede Spende ist ein Stück Licht.
Ein leiser Akt der Menschlichkeit.
Ein Zeichen dafür, dass niemand im Schatten bleiben muss, nur weil andere das Licht nicht
teilen wollen.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass niemand an Weihnachten allein bleibt – weder im Herzen noch im Licht

Wer spenden möchte, schenkt nicht nur Geld.
Sondern Hoffnung, Wärme und Sichtbarkeit.

💛 Spenden per PayPal:
paypal@sk-welcomehome-stiftung.com

 

Liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth

Social Media Team

SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

Wenn über Transidentität gesprochen wird, wirkt es oft so, als sei sie ein modernes Phänomen. Dabei begleitet die Vielfalt der geschlechtlichen Identität die Menschheit schon seit Jahrtausenden.

In alten indischen Schriften wurden die Hijras beschrieben – Menschen, die sich jenseits von Mann und Frau verorten und seit über 4000 Jahren einen festen Platz in der Gesellschaft haben.
Auch in indigenen Kulturen Nordamerikas waren Two-Spirit-Personen hoch angesehen – sie galten als Brückenbauer:innen zwischen den Welten.
Und selbst im alten Rom gibt es Berichte über Menschen wie Elagabalus, die sich weiblich fühlten, weibliche Pronomen bevorzugten und als „Kaiserin“ leben wollten.

Die Geschichte von Lili Elbe, bekannt aus dem Film „The Danish Girl“, brachte dieses Thema schließlich ins Bewusstsein der modernen Gesellschaft: Sie war eine der ersten Menschen, die eine geschlechtsangleichende Operation wagten – ein mutiger Schritt zu sich selbst, in einer Zeit, die kaum Verständnis dafür kannte.

All diese Geschichten zeigen:
Transidentität ist keine neue Mode. Sie ist Ausdruck menschlicher Vielfalt – von Anfang an.

Doch während sich gesellschaftlich vieles bewegt, bleibt eine Frage:
Warum triggert es uns im Außen so sehr, wenn jemand einfach authentisch sein möchte?
Vielleicht, weil uns das eigene Bild von Identität, Geschlecht und Rollen berührt. Weil es uns zeigt, wie eng unsere Vorstellung davon ist, was „normal“ sein soll.

Eine trans Person zu sein bedeutet nicht, jemand anderes werden zu wollen – sondern endlich das sichtbar zu machen, was im Inneren längst existiert.
Es bedeutet, sich selbst treu zu sein, auch wenn die Welt noch nicht so weit ist.

Gerade deshalb möchten wir in diesem Monat unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung Menschen widmen, die diesen Weg gehen.
Menschen, die Mut zeigen, Grenzen sprengen und uns alle daran erinnern:
Menschsein ist vielfältig. Und das ist wunderschön.

🕯️
Unterstütze unsere Spendenkampagne für trans und queere Menschen.
 Jede Spende hilft, Räume zu schaffen, in denen Vielfalt sicher, sichtbar und lebbar wird.

liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth

Social Media Team

SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

 

„Einhörner, die gibt es doch gar nicht!“

Diesen Satz haben wir alle schon gehört.
Und doch weiß jeder von uns sofort, wie ein Einhorn aussieht.
Kinder malen es, Erwachsene träumen davon, und Geschichten lassen es seit
Jahrhunderten lebendig werden.

Einhörner sind also das beste Beispiel dafür, dass es manchmal Dinge gibt, die offiziell
„nicht existieren“ und trotzdem eine unübersehbare Realität sind.

Von Fantasie zu Wirklichkeit

Lange Zeit galt Ähnliches für queere Menschen:
Schwule, Lesben, trans* oder non-binäre Personen, es gab diese Personen einfach nicht.
Zumindest nicht in der öffentlichen Wahrnehmung.
Unsichtbar gemacht, nicht benannt, nicht erzählt.

Doch genauso wie wir uns ein Einhorn vorstellen können, waren diese Menschen immer da.
Und genauso wie Einhörner für Schönheit, Stärke und Magie stehen, bringen auch queere
Identitäten etwas Einzigartiges in unsere Gesellschaft: Vielfalt, Kreativität und die Kraft,
Grenzen zu sprengen.

Benny, das Einhorn ist eine Figur für das, was wir sehen lernen müssen

In den neuen Buch Benny, das Einhorn wird genau dieser Gedanke lebendig:
Anderssein ist nicht falsch, nicht schwach, nicht weniger wert – es ist etwas Wundervolles.

Benny zeigt Kindern: Das, was dich besonders macht, ist genau das, was dich stark macht.
Ein Einhorn muss sich nicht verstecken, weil es „anders“ aussieht – es darf genau
deswegen strahlen.

Warum das wichtig ist

Wenn wir Kindern Geschichten wie die von Benny erzählen, dann lernen sie:
● Anderssein ist keine Gefahr, sondern ein Geschenk.
● Vielfalt ist bunt, spannend und bereichernd.
● Das, was wir uns vorstellen können, existiert auch in unserer Welt.

Einhörner lehren uns, dass auch „Unmögliches“ möglich ist.
Und Benny lehrt uns, dass das, was manche nicht sehen wollen, schon immer da war und
jetzt sichtbar wird.

Fazit: Wir brauchen mehr Einhörner 🦄

Vielleicht gibt es Einhörner nicht im zoologischen Sinn.
Aber als Symbole für Mut, Fantasie und Anderssein sind sie heute wichtiger denn je.

Benny, das Einhorn ist darum nicht nur ein Kinderbuch, sondern ein Statement:

Alles, was wir uns vorstellen können, darf auch existieren.
Und alles, was anders ist, darf leuchten.

Zur Autorin: Candy Licious, Drag-Künstlerin, Aktivistin und Autorin, war es der
Wunsch, ihre eigene Erfahrung des „Andersseins“ in eine Geschichte zu verwandeln,
die Kindern Mut macht.

So entstand Benny, das Einhorn – ein Kinderbuch, das zeigt: Anders zu sein ist keine
Schwäche, sondern unsere größte Stärke.

Wir als SK Welcome Home Stiftung und Verein lieben Benny das Einhorn und wünschen
euch ganz viel Spaß beim Lesen,

liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth

Social Media Team

SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

 

„Zu viel“ und doch unendlich stark – Warum wir Räume für Vielfalt schaffen müssen

Die ARD zeigt aktuell in ihrer Mediathek die dreiteilige Dokumentation „Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser“. Sie beleuchtet das Leben eines Menschen, der für viele ein Rätsel blieb: schillernd, laut, verletzlich, mutig und am Ende tragisch verschwunden.

Daniel Küblböck, später bekannt als Lana Kaiser, wurde durch die RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar im Jahr 2003 über Nacht berühmt. Millionen Menschen sahen den damals 16-Jährigen, der nie ins Raster passte.
Überdreht, bunt, voller Energie und damit für viele „zu viel“. Statt Anerkennung erntete er Spott und Häme.

Zwischen Spott und Mut

Die Dokumentation zeigt eindrücklich, wie gnadenlos die Gesellschaft und die Medien damals mit einem jungen Menschen umgingen, der anders war. Küblböck wurde Zielscheibe, Witzfigur, Projektionsfläche. Und dennoch: Er blieb sichtbar.

Später begann er, sich selbst neu zu definieren, sich selbst zu finden und als Lana Kaiser sein Leben neu aufzubauen.
Ein mutiger Schritt, der zeigt, dass er nie aufgehört hat, nach seinem authentischen Selbst zu suchen.
Gerade in einer Zeit, in der queeres Leben außerhalb kleiner „Bubbles“ kaum verstanden wurde, war das ein Akt von Stärke.

Warum Erinnerung wichtig ist

Für uns als Stiftung ist es bedeutsam, dass diese Geschichte nicht einfach vergessen wird, nur weil das Rampenlicht längst weitergezogen ist.

Weil sie mahnt: Sie zeigt, wie verletzend es ist, wenn eine Gesellschaft Anderssein nicht aushält.
Weil sie inspiriert: Sie verdeutlicht, wie viel Kraft es braucht, sichtbar zu bleiben – auch gegen Widerstände.
Weil sie Teil unserer Erinnerungskultur ist: Sichtbarkeit bedeutet, Geschichten wachzuhalten und Menschen nicht nur auf ihr tragisches Ende zu reduzieren.

Relevanz für unsere Arbeit

Die Doku bringt Stimmen zusammen, die auch für unsere Arbeit als Stiftung und Verein relevant sind: Künstler:innen, Wegbegleiter:innen, Vertreter:innen der queeren Community. Sie alle erzählen von einem Leben zwischen Verletzlichkeit und Mut – Themen, die auch uns, unsere Community und Partner:innen bewegen.

Indem wir an Lana Kaiser erinnern, schaffen wir Resonanzräume: für queere Biografien, für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt, für Resilienz und Inklusion.

Blick nach vorn: Vielfalt leben, Vielfalt stärken

Die Geschichte zeigt uns, wie schwer es sein kann, in einer Gesellschaft sichtbar zu sein, wenn man „anders“ ist. Und sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen dieses „Anderssein“ nicht Ausgrenzung bedeutet, sondern Wertschätzung.

Gerade für die nächste Generation liegt darin ein Auftrag:
Kinder sollten früh erfahren, dass sie geliebt und akzeptiert sind. Ganz egal, wie sie sich fühlen, wie sie sich ausdrücken oder welchen Weg sie für sich wählen.

Denn wenn wir Kindern von Anfang an mitgeben, dass Vielfalt selbstverständlich und schön ist, müssen sie später nicht den gleichen schmerzhaften Weg der Ablehnung erleben, wie ihn Menschen vor ihnen ertragen mussten.

Unser Appell

Lana Kaiser soll trotz ihres Verschwindens eben nicht in Vergessenheit geraten.
Ihre Geschichte ist eine Erinnerung daran, wie viel Mut es braucht, selbst zu sein – besonders, wenn die Gesellschaft nicht bereit dafür ist.

Als Stiftung und Verein sehen wir es als unsere Aufgabe, Räume für Vielfalt, Akzeptanz und Sichtbarkeit zu stärken und Erinnerungen zu bewahren. Damit niemand mehr verspottet wird, nur weil er „zu viel“ ist.

 

Liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth

Social Media Team

SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

 

 

„Happy Pride von einer bisexuellen Person!“ – Ein royales Coming-Out oder die Kraft leiser Sichtbarkeit.

Stell dir vor:
Du stehst auf einer Pride-Parade. Bunt, laut, voller Energie.Neben dir eine junge Frau, die eine Bisexualitäts-Flagge in den Händen hält, still, aber bestimmt. Sie schreibt in Social Media: „Happy Pride von einer bisexuellen Person.“

Diese Frau ist Maud Angelica Behn, Tochter von Prinzessin Märtha Louise von Norwegen. Und mit genau diesen wenigen Worten hat sie etwas getan, das in vielen Königshäusern noch undenkbar scheint:
Sie hat sich öffentlich geoutet.
Kein großes Presse-Statement. Kein Drama. Kein Skandal. Einfach nur Wahrheit. Sichtbarkeit. Mut.

Es sind oft nicht die lauten, revolutionären Parolen, die sich langfristig verändern.
Es sind die menschlichen Momente. Die persönlichen Gesten. Ein Satz. Ein Blick. Eine Flagge in der Hand. Ein „Ich bin auch hier.“

In einer Welt, in der queere Identitäten immer noch um Akzeptanz kämpfen, bedeutet so ein Satz mehr als Worte:

  • Er schenkt anderen Mut, sich selbst zu zeigen.
  • Er signalisiert: „Du bist nicht allein.“
  • Er macht queeres Leben sichtbar in Räumen, in denen es bisher unsichtbar war, eben wie in den Königshäusern.

Die Öffentlichkeit liebt Royals.
Und Royals haben Macht. Nein, nicht politisch, aber symbolisch.
Und wenn eine junge Frau wie Maud sagt: „Ich bin bisexuell“ und während dessen trägt sie eine entsprechende Flagge, dann wird diese Aussage tausendfach gesehen, geteilt und gespürt. Sie bricht damit – ganz leise – mit tradierten Rollenbildern. Mit Vorstellungen davon, wie eine Prinzessinnen-Tochter zu sein hat.
Und sie zeigt: Auch in Räumen mit Regeln und Etikette ist Vielfalt lebendig.

Ihre Mutter, Prinzessin Märtha Louise, kommentierte auf Instagram genau so unaufgeregt: „Ich liebe dich. Du bist wunderschön. Liebe ist Liebe.“ So schlicht. So kraftvoll. So wichtig.
Denn für queere Menschen – besonders junge – ist Rückhalt in der Familie oft der größte Schutzfaktor gegen Diskriminierung, Einsamkeit oder Angst.

Nicht jede Person hat eine königliche Bühne.
Aber jede:r hat eine Stimme. Und jede einzelne Stimme zählt. Wenn Menschen sich zeigen – egal ob im Alltag, auf Social Media oder auf einem CSD – dann entsteht ein Raum, in dem andere aufatmen können. In dem Identität kein Risiko mehr ist, sondern ein Teil von Vielfalt. Und dieser Raum entsteht nicht von selbst. Er entsteht durch Mut. Durch Worte. Durch Symbole.

So wie bei Maud.
Kleine Worte – große Wirkung: „Happy Pride von einer bisexuellen Person.“
Es sind sieben Worte. Aber sie sagen: Ich bin hier. Ich bin sichtbar. Ich bin echt.
Und sie erinnern uns alle daran:
Sichtbarkeit beginnt im Kleinen. Beim Aussprechen. Beim Teilen. Beim Zuhören.

Deshalb feiern wir solche Momente. Deshalb schreiben wir darüber.
Und deshalb setzen wir uns bei SK Welcomehome für eine Welt ein, in der jede Realität willkommen ist.

Liebe Grüße
Vanessa Donat & Michaela Raeth
Social Media Team
SK WelcomeHome Die Transgenderstiftung & SK WelcomeHome e.V.

 

 

 

 

Vergangene Wochenende wurde mitten in Europa Geschichte geschrieben, leise, aber unübersehbar. In Budapest, wo die Regierung unter Viktor Orbán seit Jahren queeres Leben aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen versucht, haben sich über 100.000 Menschen versammelt, um zu zeigen: Wir sind da. Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen. Wir existieren – bunt, mutig, stolz.
Ungarn 2025 ist kein sicherer Ort für LGBTQIA+-Personen. Mit einem sogenannten „Anti-Propaganda-Gesetz“, drastischen Einschränkungen der Transrechte und einem Verbot von öffentlichen Pride-Veranstaltungen hat die Regierung den Raum für queeres Leben stark eingeschränkt. Sichtbarkeit wird kriminalisiert. Selbstbestimmung wird unterbunden. Und dennoch: Am 28. Juni haben Aktivist:innen, Familien, Jugendliche, Verbündete und viele, viele mutige Menschen auf den Straßen von Budapest genau das gefeiert, ihre Existenz, ihre Würde, ihre Freiheit.
Möglich wurde das durch einen juristischen Kniff: Der Bürgermeister meldete die Veranstaltung nicht als Pride an, sondern als kommunale Versammlung. Der Regenbogen war trotzdem da. In den Fahnen, auf den Gesichtern, in den Herzen der Menschen. Diese „Veranstaltung“ war eine stille, kraftvolle Rebellion, getragen von Liebe, Zusammenhalt und der tiefen Überzeugung, dass niemand sich verstecken sollte, um sicher zu sein.
Als SK WelcomeHome Stiftung haben wir den Pride Month genutzt, um aufzuklären, zu erinnern und zu feiern. Wir haben über Stonewall gesprochen, über das Pulse-Massaker, über Sichtbarkeit und Zugehörigkeit. All das war nicht nur Rückblick sondern Vorbereitung. Denn was in Budapest geschah, zeigt uns in aller Deutlichkeit, warum Pride auch heute noch ein Akt des Widerstands ist.
Diese Menschen sind nicht nur für sich gelaufen, sie sind für uns alle gelaufen. Für die, die nicht laufen konnten. Für die, die Angst haben. Für die, die jeden Tag um ihr Leben und ihre Würde kämpfen. Für Liebe, die kein Verbrechen ist. Für Identität, die kein Versteck braucht. Für eine Welt, in der niemand seine Existenz erklären muss.
Budapest hat der Welt gezeigt: Pride ist kein Party-Event. Pride ist Protest. Pride ist politisch. Pride ist notwendig. Und ja: Pride ist auch Hoffnung.
Wir als Stiftung sehen es als unsere Aufgabe, diesen Mut sichtbar zu machen, weiterzugeben und zu unterstützen. Weil Vielfalt kein Verbrechen ist. Weil queeres Leben kein Risiko sein darf. Und weil Liebe immer – immer – lauter ist als das Gesetz.

 

 

 

 

Heute möchte ich eine Lanze brechen für unser Deutschland.

Wir in Deutschland nehmen trans* Personen ernst. Das ist umso wichtiger, wenn man sich anschaut, was in der Welt passiert. Wenn wir über den großen Teich gucken, dann sehen wir einen Kahlschlag der Trans- und lgbtqi Rechte, das man sich erstaunt die Augen reibt. Präsident Trump weist Unternehmen an, deren Diversityprogramme abzuschaffen und sogar den Begriff „trans“ aus der schriftlichen Kommunikation zu streichen. Leider sind bereits viele Unternehmen und Konzerne diesen Anweisungen gefolgt. Zum Glück haben wir in Deutschland in den letzten Jahren sehr intensiv an der Gesetzgebung gearbeitet, damit trans* Personen diskriminierende Verfahren auf der Suche nach Selbstbestimmung erspart bleiben. In der Folge dieser Gesetzgebung – aber auch durch Arbeit, wie wir sie in unserer Stiftung machen – hat sich unsere Gesellschaft in Deutschland schrittweise geöffnet. Trans ist auf dem Weg zur Normalität. Das hilft den betroffenen Menschen, deren Familien und deren Arbeitgebern. Das hilft uns allen.

Danke Deutschland! Weiter so

Danke an alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer

Eva-Maria Popp

Redakteurin der „SK Welcome Home – die Transgenderstiftung“

 

 

 

 

Schwer erkämpft, hart errungen – und nun – Abschwung statt Aufschwung.

Das Thema Diversity steht auf dem Spiel. Das Erstarken der extremen Rechten und der Identitären auf der ganzen Welt gefährden die großen Erfolge, die wir für die Diversität in den letzten Jahren erreicht haben. Endlich haben sich Unternehmen dazu verpflichtet, nach Diversitätsregeln zu arbeiten, zu werben und zu handeln. Ein Teil dieser Bewegung ist unsere Stiftung, die  sich ganz Themenschwerpunkt „trans“ verschrieben hat. Die offiziellen Zahlen gehen von ca. 1% der Bevölkerung aus, die zur Gruppe der Transpersonen gehören. Allerdings wird diese Zahlenangabe von einer sehr hoch geschätzten Dunkelziffer ergänzt auf bis zu 5%. „Trans“ ist keine Marotte, keine psychische Erkrankung, kein Fetisch. Ganz im Gegenteil, die betroffenen Menschen wissen ganz einfach, dass sie Mann oder Frau sind, obwohl ihr Körper eine „andere Sprache spricht“. Eigentlich ist das alles ganz einfach, wäre da nicht die große Ablehnung in der Gesellschaft aus Unwissenheit und aus Narrativen, die es zu entkräften gilt. „Trans“ sein zu dürfen ist ein Menschenrecht. In den letzten Jahren hat sich viel getan, dass den Betroffenen dieses Menschenrecht zugestanden wurde. Allerdings droht aktuell die Gefahr der Rücknahme.

Umso wichtiger ist unsere Stiftungsarbeit.

Unser Ziel ist es, Diversity und speziell unseren Themenschwerpunkt Transgender nach dem Normalitätsprinzip in der Gesellschaft akzeptabel zu machen. Das hilft den betroffenen Menschen sehr. Großes Leid, bis hin zu Selbstmorden und Burnouts können dadurch vermieden werden. Betroffene Familien erhalten Unterstützung und das Leben der Transpersonen kommt „in Ordnung“.

Für diese Arbeit brauchen wir Geld, um unsere Aufklärungskampagnen und Unterstützerarbeit erfolgreich durchzuführen.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit das Menschenrecht auf ein selbstbestimmtes Leben der Transpersonen und die Diversity in unserer Gesellschaft erhalten bleiben.

HIER können Sie uns unterstützen.

DANKE!

Ihre Eva-Maria Popp

Redakteurin der „SK Welcome Home – die Transgenderstiftung“