Tabuthemen brauchen Menschen, die das Tabu brechen. Alles beginnt mit ein paar Wenigen, die es satt haben gemobbt und ausgeschlossen zu werden.

Mit der gesellschaftlichen Meinung und Akzeptanz ist es wie mit dem berühmten Kieselstein, der ins Wasser geworfen wird. Einmal untergetaucht bilden sich um die Einwurfstelle Kreise. Erst wenige, dann immer mehr. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bewegung entstanden.

Vergleichen wir das Tabu mit dem Kieselstein. Sobald wir es in die Händen nehmen und in das trübe Wasser der Ungerechtigkeit schmeißen, bilden sich die ersten Kreise. In diesem Fall sind es oft die Medien, die einen wesentlichen Stein darstellen.

Vor allem das Fernsehen und die beliebten Fernsehserien, die daily and weekly Soaps, haben sich in den letzten Jahrzehnten als wahre Tabubrecher und Meinungsmacher entpuppt. Denken wir nur an das Thema Homosexualität.

Es war die „brave“ Lindenstraße, die vor vielen Jahren ein erstes homosexuelles Paar über die Bildschirme flimmern ließ. Andere Tabuthemen, wie z.b. das Thema Demenz haben einen großen Durchbruch erfahren, nachdem Til Schweiger den Film „Honig im Kopf“ gedreht hat.

Im Moment scheint das Tabuthema Transsexualität „an der Reihe“ zu sein.

Die Drehbuchautor*innen von beliebten Vorabendserien wie Schwester Betty und Spielfilme bauen das Thema in ihre Handlungsstränge ein. Das ist die einfachste Form von Meinungsbildung.

DANKE an die engagierten Meinungsmacher*innen, die uns mit ihren Drehbüchern unterstützen und dafür sorgen, dass UNSER Thema endlich in den Köpfen der Menschen da draußen ankommt.

Vom Tabu zur Normalität!

SO wertvoll!

Schau doch mal bei Google, was du zum Begriff „Individuum“ findest!
Ich habe grade mal geguckt.

Hier die Definition von Individuum:

„Der Mensch als Einzelwesen in seiner jeweiligen Besonderheit“

Warum steht mir heute der Sinn nach der exakten Definition eines Begriffs, von dem ich doch so genau weiß, was er bedeutet? Darauf habe ich eine passende Antwort.
Weil wir alle individuell sein wollen.

Weil wir alle individuell leben wollen.

Weil wir alle auf unser Recht pochen, individuell behandelt, wahrgenommen und in unserer Individualität ernst genommen werden wollen.

ICH BIN, WER und WAS ICH BIN!

Ah, SEHR interessant. Ja, dieser Aussage stimme ich voll zu.

Allerdings frage ich mich, warum Individualität und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben so oft eine Einbahnstraße sind? Warum gestehe ich das Recht auf mein individuelles Sein nur mir zu? Was ist mit dem anderen? Meine*r Nachbar*in? Meine*r Kolleg*in? Meine*r Partner*in? Dem Mann oder der Frau, die mir gerade in der Straßenbahn gegenüber sitzt?

Individualität gilt für ALLE – für mich und für dich!

MERKE: das Recht des Einzelnen endet dort, wo das Recht des anderen beeinträchtigt wird.

Deshalb haben ALLE Menschen das Recht darauf so zu leben, wie sie es wollen und für sich entschieden haben. Es sei denn, sie verletzen mit ihrem Tun die Würde und das Recht des anderen.

Deshalb lass` mir mein Leben!

Lass` mir meine Identität!

Schau` mich nicht so ungläubig an! Ja, ich bin gerne eine Frau. Ja, ich bin gerne ein Mann. Auch wenn du es nicht glauben möchtest. Du musst es glauben, weil ICH es dir sage! Und ich muss es doch am besten wissen, wer und was ich bin!

Ah, du hast begriffen. Das ist gut. Danke, dass du mich in meinem Sein akzeptierst

Der Name ist Programm bei Bella, unserer neuen SocialMedia Managerin, die seit Januar 2021 die Kommunikationskanäle der SK Welcome Home Stiftung in den sozialen Medien betreut.

Schönheit ist für Bella ein großes Thema. Doch sie versteht unter Schönheit definitiv NICHT den minütlichen Blick in den Spiegel nach Schneewittchens Vorbild.

Es geht ihr nicht darum einem Schönheitsideal hinterherzulaufen.

dick oder dünn,

groß oder klein,

blond oder brünett,

Typ Schönheitskönigin oder Typ Kumpel

All diese Attribute spielen für Bella KEINE Rolle!

Für sie zählt, dass sie sich ENDLICH gefunden hat.

Es ist die innere Schönheit, die Schönheit einer starken Persönlichkeit.

Bella hat Jahrzehnte lang damit verbracht sich zu entdecken und sich auf den Weg zu sich selbst zu machen.

In ihrer Geburtsurkunde steht ein männlicher Vorname. Von dort aus war es ein langer Weg zu Bella, der Schönen, bzw. der Weg wird nie ganz zu Ende sein.

Wer steht hinter Bella, der schönen starken Frau?

Bella ist 45 Jahre alt und von Beruf technische Betriebswirtin. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter, beide erwachsen.

Im November 2019 hat sie den ersten großen Schritt gemacht und sich geoutet. Ich stelle mir diesen Schritt so schwer vor, als würde man den Sprung von einer hohen Klippe in unbekannte Gewässer machen.

Bella, ich beglückwünsche dich zu deinem Mut.

Ich weiß, dass du seither durch Himmel und Hölle gehst. Hormonbehandlung, Behördengänge, Psychotherapie …..dumme Bemerkungen und Unverständnis der Menschen inclusive.

Eine schwere Zeit, doch es naht das Licht am Ende des Tunnels – die  persönliche Schönheit einer starken Persönlichkeit, das Leben als Frau, die innere Einheit mit sich selbst.

Die Erfahrungen, die du mit deiner Transition machst sind sehr wertvoll für alle Menschen, die diesen Schritt noch vor sich haben.

Du machst damit Mut und schenkst Zuversicht. DANKE! DANKE! DANKE!

Als Expertin in Sachen Social Media bist du für die Stiftung ein Geschenk des Himmels. Ich bin sicher, dass du schon jetzt für viele unserer User und Follower ein großes Vorbild bist.

Gute Freunde beschreiben dich als vorsichtige und eher zurückhaltende Frau – zurückhaltend auf Grund derschlechten Erfahrungen, die du gemacht hast.

Wenn man dich anerkannt in deinem Sein, dann bist du  lustig, manchmal mit einem Schuss Ironie.

Fürsorglich bist du immer und für alle da, die dich brauchen.

Wir von der Stiftung freuen uns, dass es dich gibt und sind gespannt auf die vielen Aktionen, die wir noch gemeinsam anpacken werden.

Auf gute Zusammenarbeit

Deine Eva-Maria Popp, die Kommunikationstante der SK

Es war ein herber Schlag für alle transPersonen, als sie vom damals amtierenden Präsidenten Donald Trump per Dekret vom Militärdienst in der US Armee ausgeschlossen wurden.
Hatte Barack Obama während seiner Amtszeit transPersonen in die Armee eingeladen, wurden sie von Trump schmählich entfernt!

Ein Rückschritt in Sachen Diversity und kaum zu ertragen!

Deshalb klagte die Bürgerrechtsbewegung ACLU gegen Trumps Vorhaben und war damit erfolgreich.

„Das ist ein unglaublicher Sieg für unsere Mandanten und sendet die Botschaft, dass Transgender nicht nur in unsere Streitkräfte gehören, sondern auch in unser Land“, schreibt ACLU auf Twitter.
Die Bürgerrechtsbewegung „Human Rights Campaign“ dankte Biden für seine Maßnahme in Sachen Diversity. Das US-Militär würde damit wieder „Qualifikation über Diskriminierung“ stellen, heißt es in einer Mitteilung.
Präsident Biden war mit dem Versprechen für mehr Diversität angetreten und hat sein Versprechen bereits während seiner ersten Tage im Amt eingelöst.
Neben seiner Rücknahme des Trump Dekrets hat er als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium mit Rachel Levine erstmals eine transFrau für einen derart hohen Posten in der US-Regierung nominiert.

Das alles sind Signale und deutliche Botschaften für eine offene Gesellschaft und für alle Menschen, die auf ein selbstbestimmtes Leben Wert legen.

Danke Mr. President!

Liebe „Schwester Betty“,

wenn am Samstag im Vorabendprogramm „Bettys Diagnose“ auf dem Programmzettel steht, dann gucke ich gerne zu. Du bist nett, du verbreitest gute Stimmung, du nimmst mich mit in deine Welt. Dabei kann ich für 45 Minuten den Alltag vergessen, meine Sorgen für diese Zeit schlafen legen und mich erholen von den täglichen kleinen und großen Mühen eines alltäglichen Lebens. Du zeigst, wie Leben geht.

DU BIST MEINE liebste SEIFENOPER! Diese Vorliebe teile ich mit einem Millionenpublikum.

DU bist mein VORBILD! Was du magst, mag ich auch!

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass du in einer der letzten Sendungen das Thema Transgender im Programm hattest. Ich danke dir im Namen unserer Stiftung dafür. Wenn du das Thema anpackst, dann passieren im realen Leben bei realen trans*Personen WUNDER!

DANKE!

Dein „geistiger Papa“, der Drehbuchautor Michael Illner, hat das großartig gemacht. Als Adolf-Grimme Preisträger  gehört er zu den ganz Großen! Ein Mann mit Weitblick und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis. Er weiß, wo es lang geht.

Auch an ihn ein herzliches Dankeschön für die Offenheit und den Support.

Unsere „SK Welcome Home die Transgenderstiftung“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Transgender in die Mitte der Gesellschaft zu begleiten.

Liebe Schwester Betty, lieber Michael Illner, ihr habt uns eine wichtige und große Meile weitergebracht.

DAS ist UNBEZAHLBAR und wunderbar.

Nochmals von Herzen DANKE

Das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen ist ein beliebtes Thema in den Kinderzimmern dieser Welt. Zahlreiche Erzählvarianten, Theaterinszenierungen und Verfilmungen haben die kleine Meerjungfrau zu einer magischen Figur gemacht. Als Bronzeskulptur im Hafenbecken von Kopenhagen hat sie Kultstatus für alle Besucher der dänischen Hauptstadt.

Wer ist dieses Fabelwesen, das nach der eigenen Identität sucht?

Ist sie Mensch? Ist sie ein Meeresbewohner*in? Ist sie tatsächlich eine Frau? Keines dieser Attribute trifft wirklich auf dieses bezaubernde, wie suchende Fabelwesen zu. Diese Zerrissenheit „zwischen den Welten“, diese Suche nach ihrer Identität macht sie seit Jahrzehnten zur interessanten Figur für die Tiefenpsychologie.

Mit dem Ergebnis, dass die zeitgenössische Psychologie die kleine Meerjungfrau zum Ausdruck einer queeren Persönlichkeit ihres Schöpfers macht.

Hans Christian Andersen war Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Heute weiß man, dass er eigentlich eine trans*Person war. Doch sich das selbst einzugestehen, geschweige denn, sich dazu zu bekennen war zu seiner Zeit mehr als unmöglich.

So hat er in der Welt seiner Märchen Zuflucht gesucht und viele Fabelwesen erschaffen.

Mit der kleinen Meerjungfrau ist ihm ein Meisterwerk der Kompensation gelungen.

Die kleine Meerjungfrau schafft es am Ende, sich aus den quälenden Konventionen ihrer Familie und ihres Umfelds zu befreien. Sie geht kompromisslos IHREN EIGENEN WEG und findet als Belohnung IHRE EIGENE IDENTITÄT.

Ein großes Vorbild und eine klare Botschaft:

Mach` dein Ding! DU weißt, wer du bist! Wenn du dich dazu bekennst, steht deinem Lebensglück nichts mehr im Weg.

Danke, Hans Christian Anders – danke kleine Meerjungfrau für die Botschaft!

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

Ein berühmtes Zitat des Philosophen Aristoteles, das zum Nachdenken anregt und – konsequent weitergedacht – zur Schaffung von Strukturen auffordert, in der sich viele einzelne Menschen darum kümmern, große Bewegungen für die Gesellschaft zu initiieren.

Unsere Stiftung, die „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“ ist eine dieser Bewegungen.

Unsere Präsidentin, Sabina Kocherhans, hat vor vielen Jahren ihren lange gehegten Wunsch in die Tat umgesetzt und eine Stiftung gegründet. Sie wurde dabei von ein paar wenigen Menschen unterstützt. Seither geht sie konsequent den von Aristoteles empfohlenen Weg und erweitert den Wirkungskreis der Stiftung, in dem sie die Zahl der Unterstützer*innen stetig erweitert.

Mit jedem Unterstützer, jeder Unterstützerin, die zum Stiftungsteam dazukommt, potenziert sich der Output.

Entsteht ein exponentielles Wachstum? Definitiv JA!

Im Moment erscheint auf der Payroll der Stiftung ein Kernteam, das sich um die finanzielle Abwicklung des Geschäftsbetriebs und vor allem der Hilfsprojekte kümmert. Auch in die Außenkommunikation wurde kräftig investiert, deshalb kann die Stiftung seit ein paar Wochen auf die professionelle Arbeit eines eigenen Webteams zurückgreifen, das die Arbeit der PR Managerin unterstützt, die seit Bestehen der Stiftung zum Kernteam gehört.

Das ist die Basis um die Kernaufgabe der Stiftung mit voller Kraft voranzutreiben.
Eine Eventmanagerin wird gerade eingearbeitet, um die im Jahr 2021/22 geplanten Events durchzuführen.

Auch das Unterstützer-Team wächst stetig. Viele ehrenamtlich tätige Menschen kümmern sich, um das Stiftungsthema – ein selbstbestimmtes Leben für trans*Personen überall auf der Welt – zu gewährleisten.

„Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagt Sabina Kocherhans.

„Das Stiftungsteam erweitert sich ständig und damit wächst auch die Summe der Gelder, die wir an unsere Hilfsprojekte auszahlen können. Das sind zum einen direkte Unterstützungsmaßnahmen von Trans*Personen, die aktuell in Not geraten sind. Daneben bedienen wir wichtige PR Aktionen, damit sich das Thema endlich in den Köpfen der Gesellschaft etabliert.

Ich hoffe, dass unser Zuwachs an Unterstützer*innen im Jahr 2021 weiter anhält. Danke an alle, die zu uns stehen.“

Frohe Weihnachten!

Das Kultbuch des bekannten Psychoanalytikers, Religionsphilosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm hat nichts von seiner Wichtigkeit verloren.

„ich will“

„das muss ich haben“

„das fehlt mir noch in meiner Sammlung“

Oder einfach gesagt: „kaufen, kaufen, kaufen…..“

Wir schuften und definieren uns über unser Einkommen oder unsere Umsätze und Gewinne.

Wir streben nach Erfolg, der ausschließlich eng an der Dicke des Geldbeutels  gemessen wird.

Es ist höchste Zeit für eine Challenge. Mit dem Buch „Haben oder Sein“, das Erich Fromm im Jahr 1976 geschrieben hat, ist die Basis gelegt für ein Umdenken.

Deshalb rufe ich euch auf zum Konsumverzicht.

Sich auf sich besinnen!

Frag dich, was wirklich zählt?

Brauchst du das?

Wie wäre es mit einem neuen Denken in Zeiteinheiten und Sinn?

Und gerade zur Weihnachtszeit erhält Haben oder Sein nochmals eine andere Dimension.

WAS und WIE schenke ich? Die 10. Flasche Wein? Die Krawatte, die Socken, die Erweiterung der Gläsersammlung……Schluss mit Konsumterror:

Für unser Sein, für unser Wohlfühlen, für unsere Umwelt, gegen die Ausbeutung der ausgebeuteten Arbeiter in den Billiglohnländern, die unseren Konsumwahnsinn erst möglich machen.

Ich habe einen Vorschlag:

Steig ein in unsere Challenge und mach mit beim Konsumverzicht!

Steig ein in die neue Art des Schenkens:

Schenke deinen Lieben und Freunden ein kostbarstes Gut, deine Zeit.

Dein Geld investiere in sinnstiftende Projekte!

Suche dir eine Stiftung, deren Stiftungszweck dir am Herzen liegt.

Ich habe im Jahr 2020 beschlossen all den Menschen, die ein Geschenk von mir bekommen sollten an meiner Spende an die SK Welcome Home Stiftung teilhaben zu lassen.

Ich schenke im Jahr 2020 SINN!

Das macht Sinn!

Und DU?

Mr. President, you are fired!

Wie sich die Welt in ein paar Tagen verändern kann. Ja, das ist faszinierend. Der Wahltag am 03. November 2020 in Amerika wird große Auswirkungen haben auf unsere Welt und sicherlich auf das Leben von Transpersonen.

Wie komme ich dazu, die Präsidentenwahl in Amerika mit dem Thema Transgender in Verbindung zu setzen? Ganz einfach!

Bei ihrer ersten Rede, die Kamala Harris als Vice President elect gehalten hat, hat sie dezidiert über Transmenschen gesprochen. Sie hat sie mit einbezogen in ihr eigenes Weltbild und versichert, dass sie sich um das Thema Transgender kümmern werde und für ein selbstbestimmtes Leben von Transpersonen eintreten werde.

Ein paar Tage danach hat auch President elect Joe Biden das Thema Transgender aufgegriffen und versprochen, dass er es in den Fokus seiner Politik rücken werde.

Das ist hervorragend.

Wenn das Thema Transgender in der großen Politik angekommen ist und eine Vice President elect es während ihrer ersten Rede vor Publikum zu IHREM THEMA macht, dann sind das die besten Zeichen für eine selbstbestimmte, erfolgreiche und glückliche Zukunft aller Transpersonen in USA mit großer Signalwirkung auf den Rest der Welt.

USA ist seit den 50er Jahren die Wiege der QueerBewegung und wird diese Vorreiterstellung durch das neue Präsidententeam weiter ausbauen.

Es ist DAS SIGNAL für ALLE MENSCHEN.

Es ist der Mensch der zählt.

Trans first! YEAH!

Danke Kamala!

Transgender Day of Remembrance 2020

Wir schreiben den 20. November 1998 – ein grauer Tag, verregnet und trist – wird er als „Transgender Day of Remembrance“ in die Geschichte der weltweiten Queer-Bewegung eingehen.

Was ist passiert an diesem verhängnisvollen Tag?

In Allston, einem Vorort von Boston, geschieht ein grausamer Mord, der seither von offizieller Seite einfach totgeschwiegen wird, gäbe es nicht den „TDOR“!

Boston, eine bedeutende Stadt an der amerikanischen Ostküste. Heimat der berühmten Harvard Universität und Boston Universität. Die Studienstadt von John F. Kennedy. Mit dem Boston Symphonie Orchestra und den Boston Pops eine musikalische Hochburg der USA – reich, demokratisch, liberal, offen und trotzdem ist ES genau dort passiert.

Eigentlich eine sichere Stadt. Mit einem Bevölkerungsanteil an 44,96% Katholiken, 4,77% Protestanten, 3,58% Juden, 2,10% Baptisten und 1,97 % Muslimen birgt sie wenig Konfliktanteil. Vielleicht ist es aber gerade die katholische Übermacht, die der Lokalberühmtheit, Performerin und Künstlerin Rita Hester zum Verhängnis wurde.

Wir wissen es nicht.

Über den Tod von Rita Hester, die am 20. November in ihrer Wohnung in Allston grausam ermordet wurde, wird immer noch ein Mantel des Schweigens gehüllt. Weder auf der Wikipedia Seite von Allston, noch auf der Seite von Boston findet sich ein Hinweis auf das Schicksal der inzwischen berühmten Tochter dieser Stadt.

Rita Hester geb. 1968, war eine Performance Künstlerin und Transfrau mit afroamerikanischen Wurzeln, die in den Bars downtown Boston gern gesehen war. Ihr grausamer Mord, an dessen Folgen sie am 28. November 1998 gestorben ist, wurde nie aufgeklärt, statt dessen von offizieller Seite der Mantel des Schweigens darüber gelegt.

Deshalb ist es ein Segen, dass Gwendolyn Ann Smith, eine Transfrau, die als Grafikdesignerin, Kolumnistin und Aktivistin in San Francisco arbeitet, den Mord an Rita Hester zum Anlass genommen hat und das Internet-Projekt „Remembering Our Dead“ initiierte. Daraus hat sich zu Ehren von Rita Hester der internationale „Transgender Day of Remembrance“ entwickelt.

Seitdem wird jedes Jahr am 20. November des Todes von Rita Hester und anderer Opfer transphober Gewalt gedacht. Inzwischen ist daraus eine weltweite Bewegung mit beeindruckenden Aktionen geworden.

Typischerweise wird am „TDOR“, wie der Gedenktag auch genannt wird, vor Ort eine Liste von Menschen vorgelesen, die im vergangenen Jahr ihr Leben auf Grund transphober Gewalt verloren haben. Trauermärsche, Lichterketten, Kunst- und Filmaufführungen ergänzen diesen besonderen und wichtigen Aktionstag.

Der „Transgender Day of Remembrance“ ist inzwischen zum Höhepunkt einer gesamten Aktionswoche geworden.

Mein Fazit:

Das Erinnern an Ungerechtigkeiten ist die wichtigste Voraussetzung für eine Veränderung zum Positiven. Deshalb sind wir ALLE aufgefordert, gegen das Vergessen aufzustehen und mit Aktionen und Aktivitäten die Erinnerung an Rita Hester aufrecht zu erhalten.

Für eine freie und selbstbestimmte Gesellschaft!