Was für eine Veranstaltung!

Was für eine Stimmung!

Was für ein Flow für unser Thema!

Am 12. November ging im Capitol Theater in Offenbach die diesjährige Charity Gala „Spectacolo Amace“ unserer Stiftung über die Bühne.

Es war eine großartige Veranstaltung, voller Emotionen, voller toller Showacts und mit einem besonderen Überraschungsgast: 

Ray Charles jr., Sohn der Sängerlegende Ray Charles, Filmproduzent aus Hollywood und Autor, hat uns und unserem Thema „trans*“ die Ehre gegeben. Mit bewegenden Worten hat er beschrieben, wie wichtig er es findet, dass ALLE Menschen auf diesem Erdball ihren selbstbestimmten Weg gehen können. 

Danke Ray, es war großartig, dass du bei uns warst.

Danke an alle, die mitgeholfen haben, dass wir unserem  Thema „trans*“ eine große Bühne bieten konnten. Steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn wir nicht müde werden zu reden und den Finger in die Wunde zu legen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Allerdings erreichen wir das nur gemeinsam. Deshalb hat jede*r an diesem Abend, ganz egal ob auf der Bühne, hinter der Bühne, im Saal oder im Netz dazu beigetragen, dass WIR erfolgreich sind.

Danke auch an alle, die die Spendenbox gefüttert haben, damit unser Scheck eine große Zahl trägt.

Dieser Abend hat uns Mut gemacht, dass es sich lohnt sich einzusetzen. Wir machen weiter!

Für alle, die das Thema „trans*“ betrifft! Für unsere Gesellschaft und für ein selbstbestimmtes Leben auf dieser Welt.

DANKE!

Wow! Das neue Stiftungsbuch unserer Kinderbotschafterin und Jungautorin Julana Gleisenberg ist gerade zum hundertsten Mal über den Ladentisch gegangen. Liebe Julana, wir gratulieren dir von Herzen zu diesem Erfolg.

Mit deinem Kinderbuch

„JULANA ENDLICH ICH – mein Weg vom Jungen zum Mädchen“

machst du zum Einen anderen Kindern Mut, sich zu outen und ihren eigenen und selbstbestimmten Weg zu gehen, wenn diese spüren, dass sie sich bis jetzt nicht wohl fühlen in der ihnen zugeschriebenen Rolle.

Zum Anderen erklärst du den Kindern und Erwachsenen wie es ist, wenn man immer eine verkehrte Rolle spielen muss.

Du trägst damit auf nachhaltige Art und Weise bei, dass JEDE*R versteht, was es heißt „trans“ zu sein und warum es so wichtig ist, dass JEDE*R so leben kann, wie es für ihn richtig ist.

Wir von der SK WelcomeHome Stiftung danken dir und deinen Eltern für deine Offenheit, und dass du uns mit diesem Buch Einsicht schenkst in deine Gedanken und dein Fühlen.

Für die erste große Buchpräsentation auf der Charity Gala „Spectacolo Amace“, die am 12. November im Capitol Theater in Offenbach stattfinden wird, wünschen wir dir viel Erfolg.

Weiter so, liebe Julana! Und nochmals DANKE!

Yeah! Das ist der Ansatz unserer Stiftungsarbeit. Raus aus der Community, rein in die Mitte der Gesellschaft.

Wenn uns dieser Weg gelingt, dann haben wir unser Ziel erreicht und all das Leid, die Ausgrenzung, das Unverständnis, der Kampf um Anerkennung, der Behördenkrieg und viele andere Schwierigkeiten, denen trans* Menschen derzeit immer noch ausgesetzt sind, werden ein Ende haben.

Warum? Weil es uns nur zusammen mit ALLEN Menschen gelingt, das trans* Thema mit all seinen Facetten zu kommunizieren, zu erklären, aufzuklären und damit das nötige Verstehen und Begreifen aller Menschen zu erreichen.

Deshalb ist es uns eine große Freude und eine Ehre, dass sich die bekannte Ernährungsexpertin Dr. Claudia Nichterl für unsere Stiftung stark macht.

Sie gehört nicht zu unserer trans* Community, aber sie weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Ausgrenzung anfühlt. Die große Expertin in Sachen TCM war am Anfang ihrer Tätigkeit in Fachkreisen nicht gerne gesehen. TCM, was ist das? Das kennen wir nicht? Da könnte ja jede*r kommen. So oder so ähnlich muss es  getönt haben, wenn sich die Kolleg*innen über Claudia unterhalten haben.

Heute hat sie es geschafft und gehört zu den anerkanntesten Expert*innen in Sachen Ernährungswissenschaft und TCM, die wir in der DACH-Region haben. 

Da es keine Zufälle gibt, sondern immer die richtigen Dinge den richtigen Menschen „zufallen“, ist es kein Zufall, dass sich Claudia und unsere Stiftungspräsidentin Sabina kennen- und schätzen gelernt haben.

Und nun stehen wir am Beginn einer sehr guten Zusammenarbeit.

Claudia Nichterl und ihr großes Team haben eine Spendenkampagne für unsere Stiftung ins Leben gerufen, die dazu dient das neue Kinder- und Beratungsbuch zu finanzieren. 

Das ist ein großer Segen. Denn dieses Buchprojekt wird vielen Kindern und Eltern einen großen Druck nehmen und zugleich werden Lehrer*innen, Erzieher*innen und viele andere, die mit trans* Kindern zu tun haben, zum ersten Mal verstehen, WORUM es geht.

Chapeau!!! Und DANKE von Herzen, liebe Claudia.

Wir sind tief bewegt und voller Dankbarkeit. Mit deiner Spende wird dieses Buchprojekt realisierbar und das Thema „trans“ rückt nachhaltig einen großen Step weiter in Richtung Zielpunkt.

WAS müssen, WAS können wir tun, damit die Menschen verstehen und kapieren, dass trans* Menschen einfach ein Recht darauf haben, IHR LEBEN zu leben?

Das ist keine Marotte, kein Spleen…..es ist ein echtes, tiefes Bedürfnis nach der ureigensten Lebensform.

Das Zauberwort zum besseren Verständnis für die Gesellschaft heißt „niederschwellig“.

Wir müssen uns gar nicht mit Details oder Begrifflichkeiten abgeben. Es reicht für das Basisverständnis, wenn die Menschen  einen niederschwelligen Zugang zum Thema geboten bekommen.

Wie geht das?

Wir müssen für ein Kennenlernen sorgen. Miteinander in Kontakt kommen, miteinander sprechen – sich einfach austauschen.

Dieser niederschwellige Zugang ist die Basis für eine nachhaltige Akzeptanz und eine nachhaltige Öffnung der Gesellschaft für das Thema Transgender, das viel mehr Menschen betrifft, als wir glauben.

Kein Wunder – die Dunkelziffer ist immer noch sehr hoch, ist doch das Unverständnis und eine daraus resultierende Ablehnung sehr präsent.

Lasst es uns gemeinsam angehen! 

Lasst uns Orte der gemeinsamen Begegnungen und des Austausches schaffen!

Dann klappt es auch mit dem gegenseitigen Verständnis.

 

Ja, auch wir sind zurück!

Corona hat unsere Gala 2020 vom Winde verweht. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Charity Gala zu Gunsten der SK Welcome Home Stiftung am 12. November 2021 im Capitol Theater Offenbach wieder über die Bühne gehen wird.

Eine festliche Gala ist immer eine besonders effektive Möglichkeit, unser Thema Transgender zu kommunizieren. Prominente, Stars und Sternchen zeigen durch ihre Anwesenheit Solidarität mit dem Thema Transgender und der gesamten Community. Das ist ein wichtiges und wunderbares Zeichen an die Gesellschaft.

Deshalb freuen wir uns, dass wir viele bekannte Künstler*innen gewinnen konnten, dabei zu sein.

Gregor Glanz wird die Gala moderieren und ihr damit seinen Glanz verleihen☺

Brix Schaumburg, der erste in Deutschland geoutete trans Schauspieler, wird mit einem ShowAct unterhalten und Peter Löhman, der Schweizer Comedian, ist für die Massage unseres Zwerchfells verantwortlich.

Eine Liste der erwarteten VIP Gäste, findet ihr hier.

Natürlich werden wir vorzüglich speisen, das eine oder andere Gläschen Champagner trinken und vor allem, werden wir Spaß haben, miteinander ins Gespräch kommen und uns kennenlernen.

Damit erfüllt diese Gala den Stiftungszweck auf hervorragende Art und Weise: die Gesellschaft über das Thema Transgender zu informieren und sie für dieses Thema zu öffnen und zugänglich zu machen.

Dazu braucht es viele Menschen, die über dieses Thema sprechen und dafür solidarisch einstehen.

Wie würde man diesen Zweck besser erfüllen, als in einer schönen Atmosphäre und an einem Ort der Freude, der Heiterkeit, der Leichtigkeit und vor allem der Begegnung.

Wir freuen uns darauf, wenn auch DU dabei bist!

Kartenbestellung unter info@sk-welcomehome-stiftung.com

14. September 2021, Passauer Neue Presse unter der Rubrik Kompakt:

„Ein Transmensch, 40 Jahre alt, hat sich am frühen Nachmittag auf dem Alexanderplatz in Berlin mit Benzin übergossen und angezündet. Der Vorfall ereignete sich vor einem Kaufhaus und laut Zeugen wortlos.“

Welch` schrecklicher Vorfall?

Eine Verzweiflungstat? 

Wir wissen es nicht. Wir können nur erahnen, was diesen Menschen dazu bewogen hat, sich in aller Öffentlichkeit selbst zu verletzten und zu gefährden.

Trans* Menschen stehen unter ungeheuerlichem Druck, wenn sie sich in unserer Gesellschaft selbstbestimmt bewegen wollen. Diesen Druck halten nicht alle aus. Nicht wenige zerbrechen daran. 

Sie können es nicht mehr aushalten, dass sie ständig missverstanden werden und in einengende und unpassende Schubladen gesteckt werden.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir, wir alle, die Gesellschaft, handeln.

Wir müssen trans* Menschen eine Stimme geben!

Wir müssen zuhören, wenn trans* Menschen sagen, was sie brauchen!

Wir müssen zeigen, dass wir solidarisch sind!

Die Voraussetzung dazu ist, dass wir aufklären. Jede/r in unserem Land muss wissen, dass es trans* Menschen gibt und dass sie eine Gruppe in unserer Gesellschaft bilden, die wie jede anderen zu uns gehört!

Vor der Solidarität steht Wissen!

Deshalb ist Aufklärung so wichtig!

Wir von der „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“ freuen uns, dass wir mit unserer Arbeit unseren Beitrag zur Aufklärung leisten können.

Dem Verbrennungsopfer in Berlin wünschen wir alles Gute, gute Besserung!

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Nachtrag: entgegen der ersten Angaben, die Verletzungen der trans Frau seien schwer aber nicht lebensbedrohlich, ist sie am Mittwoch, 15.09. verstorben.

Gendern? Muss das sein? Brauchen wir das?

Im Moment schlagen die Wellen hoch in Sachen Gendersprache oder gendergerechter Sprache. Was mir auffällt? Die Menschen in unserem Land haben KEINE Ahnung, warum gendern so wichtig ist. Sie lehnen es ab, weil sie nicht verstehen.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit stichhaltigen Argumenten dagegenhalten und somit unser Recht auf eine korrekte Ansprache verständlich machen.

Natürlich bedeutet korrekte Gendersprache eine Veränderung und eine große Umstellung. Doch was uns bei der Rechtschreibreform gelungen ist, das sollte uns auch bei der Umstellung auf eine korrekte Gendersprache gelingen. Sobald der Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kräht kein Hahn mehr danach. Im Übrigen ist Sprache IMMER in Bewegung und in ständiger Veränderung.

Es ist die Wechselwirkung der Sprache mit den gesellschaftlichen Faktoren, die so wichtig ist in der Argumentation. Wer oder was in unserer Sprache nicht vorkommt, ist auch nicht existent in der Gesellschaft. Wer oder was nicht existent ist, wird auch nicht bedacht, wenn es um Rechte und Bedürfnisse geht.

Vor allem für trans* Menschen ist gendern existentiell wichtig, um IHR THEMA endlich sichtbar, hörbar, fühlbar, verstehbar zu machen.

GENDERN ist der öffentliche Ausdruck eines selbstverständlichen Menschenrechts.

Aus der Sozialpsychologie wissen wir schon lange, dass alles Angst macht, was wir nicht kennen.

Deshalb ist die größte Hürde bei der Einführung von neuen Dingen, Methoden oder auch Themen in die Gesellschaft „die, der, das Unbekannte“.

Mit anderen, zugegeben sehr drastischen, Worten aus meiner bayerischen Heimat:

„Was der Bauer ned kennt, des frisst a ned.“

Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir alle dazu beitragen, dass unser Thema der Transgeschlechtlichkeit in der Öffentlichkeit sichtbar ist, um auf ganz natürliche Weise vom Status „neu und unbekannt“ auf Status „bekannt“ zu wechseln.

Dazu  müssen wir runter von unserer Insel, raus aus der eigenen Bubble und rein in die Öffentlichkeit.

IMMER und IMMER WIEDER.

Trans* Personen müssen sichtbar sein. Sie müssen Teil unserer Gesellschaft werden. Ganz selbstverständlich.

In der Sozialpsychologie nennen wir dieses Phänomen das Normalitätsprinzip. 

Erst wenn trans* Personen immer wieder in der Öffentlichkeit stehen, werden sie als Teil dieser Gesellschaft wahrgenommen. Parallel zu diesem Prozess der Einführung ist es unsere Aufgabe aufzuklären. Wir müssen Daten und Fakten liefern, müssen aufklären und informieren.

Das wiederum nimmt dem Thema und der Community das Schicksal der Legendenbildung und der Gerüchteküche.

Wenn wir sachlich und fachlich informieren, dann ist das die beste Prävention gegen Transphobie, Ausgrenzung und Frust.

Es ist unsere Aufgabe zu zeigen „wer wir sind“ und für Menschen, die es interessiert, warum wir „genau so sind wie wir sind“.

Deshalb freuen wir uns über jede Möglichkeit der Kommunikation und Sichtbarkeit.

Danke an „queer Niederbayern e.V.“, dass ihr mit eurer Veranstaltung ein Zeichen setzt und dem Thema der Transgeschlechtlichkeit Sichtbarkeit gebt.

Und nun freuen wir uns auf viele interessierte Besucher*innen.

Das Thema Transgender wird in der Arbeitswelt immer noch stiefmütterlich behandelt. Viele trans* Personen fürchten immer noch einen Karriereknick, wenn sie sich outen und sich endlich zu ihrer wahren Identität bekennen.

Deshalb ist es ein großes Anliegen unserer Stiftung, das Thema Transgender in den Unternehmen und in den Personaletagen zu etablieren.

Am 18. Juli hat sich dazu eine gute Gelegenheit geboten.

Ricarda Jasmin Schlia war als Rednerin beim European Speaker Award präsent und hat in einer bewegenden Rede ihren Lebensweg vom selbstständigen Unternehmer als IT Manager zur geschätzten Datenschutzbeauftragten in einem Ministerium in NRW geschildert. 

Sie hat deutlich gemacht, dass sie nicht wegen ihres Geschlechts gebucht wird, sondern wegen ihrer Kompetenz.

So einfach ist das!

Die versammelten Unternehmer*innen im Publikum und in der Jury quittierten den Auftritt von Ricarda mit viel Applaus und Zustimmung.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde Ricardas Lebensweg vertieft und auf die Allgemeinheit übertragen.

Wir dürfen keine Gelegenheit auslassen in den Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, dass auch in ihren Reihen viele Menschen leben, die sich nicht trauen ihre wahre Identität zu leben.

Das schadet allen!

Und MUSS ein Ende haben.

Leute, nehmt euch ein Beispiel an Ricarda und traut euch!

Der Regenbogen ist in aller Munde. DANKE UEFA! Mit der Absage an die Regenbogenbeleuchtung des Münchner Fussballstadions hat die UEFA für einen wahren Regenbogenbooster innerhalb der deutschen Gesellschaft gesorgt.

Das ist eine tolle Sache und grundsätzlich sehr dienlich für die LGBTIQ+ Bewegung.

Doch wie so oft im Leben hat alles zwei Seiten. Jeder Lichtstrahl erzeugt auch Schatten. 

In diesem Fall heißt der Schatten „Pinkwashing“.

Kluge Werbestrateg*innen und Marketingmanager*innen haben natürlich sofort erkannt, dass sich mit dem Regenbogen die Verkaufs- und Absatzzahlen erheblich steigern lassen.

Innerhalb von ein paar Tagen, manchmal sogar über Nacht, waren die Schaufenster dekoriert und Waren in Regenbogenfarben überschwemmten den Markt.

Das kann auch als ideeller Missbrauch von Menschen gedeutet werden, die ausgegrenzt sind. Diese Menschen brauchen echte Anerkennung und echte Anteilnahme an ihrem Leben und an ihrem Schicksal. Was sie nicht brauchen ist flaches Gerede und missbräuchliche Werbestrategien.

Menschen, die bisher unter dem Regenbogen ein schützendes Dach vor Hass und Ausgrenzung durch die Gesellschaft gefunden haben, fühlen sich nun doppelt diskriminiert.

Dagegen sollten wir uns alle wehren.

Wer den Regenbogen liebt, sollte den Mund aufmachen, wenn er/sie Pinkwashing bemerkt.

Wir sind die Gesellschaft. Jede/r einzelne muss an seiner/ihrer Stelle dafür einstehen was gut ist und den Regenbogen weiterbringt, und im Gegenzug dafür kämpfen wenn es um Missbrauch und Heuchelei geht.

Ehrlichkeit und Authentizität sind mehr als je gefragt, wenn es um LGBTIQ+ geht.