Neue Power für die Stiftung

„Viele Hände schaffen ein rasches Ende“

Das altbewährte Sprichwort hat in der Gegenwart nichts von seiner Aussagekraft verloren. In moderne Sprache übersetzt heisst es:

„Je größer das Team, umso besser die Leistung.“

Deshalb freuen wir uns, dass wir – das Team der SK WelcomeHome die Transgenderstiftung – ein neues Teammitglied in unseren Reihen begrüßen dürfen.

Herzlich willkommen, liebe Franny Gleisenberg! Super, dass du an Bord bist.

Franny wird sich in Zukunft um unser wichtigstes Medium kümmern, die Website. Das bedeutet, dass alle News noch schneller den Weg zu unseren Unterstützer*innen, aber auch zu den Menschen finden, die von uns unterstützt werden. Das ist ein wichtiger Schritt für unser Kernziel:

Das Thema Transgender in die Gesellschaft zu integrieren.

An dieser Stelle möchte ich alle Menschen auffordern, uns regelmäßig mit News zu versorgen:

Was habt ihr erlebt in Sachen Transgender?

Es sind sowohl positive, als auch negative Beispiele gefragt. Die einen machen Mut, die anderen weisen uns darauf hin, dass es noch viel zu tun gibt. Lasst uns in Kontakt bleiben und in den regelmäßigen Austausch gehen!

Gemeinsam sind wir stark!

Gemeinsame Aktivitäten rücken das Thema Transgender in den Vordergrund der Medien, der Gesellschaft und in die Köpfe der Menschen! Viele kleine Schritte in die richtige Richtung ergeben in der Summe eine große Bewegung.

Franny wird alle eure Infos, Ideen, Zuschriften und Appelle aufnehmen. Gemeinsam werden wir uns um die Umsetzung kümmern.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Franny und viele wertvolle Impulse von der Seite unserer Leser*innen.

Auf geht´s!

Eine ganze Reportage hat der SWR unserer Stiftungspräsidentin Sabina Kocherhans gewidmet. Das SWR-Team war sichtlich beeindruckt von Sabinas Lebensweg und vor allem ihrer authentischen Art zu leben und zu agieren. Sicher war das der Grund, warum der SWR überhaupt bei Sabina angeklopft hat.

Sabina lebt vor, dass es wichtig ist, seinen eigenen Weg zu finden und dann auch den Mut zu haben, diesen Weg authentisch und ehrlich zu gehen.

Weg mit den alten Zöpfen:

Darf ich das? Kann ich das? Was sagen die Nachbarn? Was sagen die Kolleg*innen? Was sagen die anderen?
Sabina ist daran gewöhnt „anders“ zu sein.

Als Findelkind in den Slums von Sri Lanka, wurde sie vor 40 Jahren von ihren Schweizer Adoptiveltern nach Basel geholt. Das bedeutet, dass es sich bereits bei ihrer Geburt abgezeichnet hat, dass ihr Lebensweg und ihre Art zu leben „anders“ sein würden. Viele Male hat man sie das auch spüren lassen!

„Entweder du zerbrichst daran, dass du „anders“ bist, oder du schwingst dich auf und scherst dich nicht drum.“

Das ist ein starkes Zitat und ein starkes Statement!

Sabina geht ihren Weg zusammen mit ihrem/r Lebenspartner/in Kim-Oliver. Die beiden leben ein glückliches und erfolgreiches Leben.

Kim-Oliver lebt als Transvestit. Das bedeutet, dass er/sie beide Geschlechter in sich trägt und spürt. Biologisch gesehen ist Kim-Oliver ein Mann und möchte es auch bleiben. Doch er will auch seine Weiblichkeit leben und auch so akzeptiert werden, vor allem in den „Eigenen Reihen“.

Auch Kim-Oliver kennt es aus eigenem Erleben, was es bedeutet „anders“ zu sein und steht dazu.

Das Stiftungsengagement des Paares ist ein Ergebnis der eigenen Erfahrungen. Sabina und Kim-Oliver haben es geschafft. Sie haben ihr „anderssein“ für sich akzeptiert und leben gut damit. Beruflich sind beide sehr erfolgreich und wollen mit ihrem Stiftungsengagement der Welt ein Stückchen Glück zurückgeben.

Sabina und Kim-Oliver sind Gründungsmitglieder unserer „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“.

Sie engagieren sich sehr intensiv für diese Stiftung und verhelfen dem Thema Transgender in der Öffentlichkeit zu mehr Akzeptanz.

Das ist sehr wichtig.

Eine Reportage, wie sie jetzt im SWR über die Mattscheiben flimmerte, ist natürlich das Sahnehäubchen für die  Öffentlichkeitsarbeit unserer Stiftung und ein Segen für alle, denen es daran liegt, dass die Gesellschaft über das Thema Transgender informiert wird.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Sabina zu diesem wunderschönen Beitrag über dich, dein Leben und dein großes Herz. Hier ist der Link zum Original-Beitrag beim SWR (in der ARD-Mediathek):

https://www.ardmediathek.de/swr/video/landesschau-rheinland-pfalz/sabina-kocherhans-lebensthema-identitaet/swr-rheinland-pfalz/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzMDYwNTY/

Leute, habt ihr sie noch alle?

Ich bin erbost und entsetzt über die Impertinenz, mit der sich manche Menschen über andere erhöhen und sich zum Richter, zur Richterin über die Zugehörigkeit zur Gruppe der Transsexuellen machen. Da werden eigene Kodizes erlassen und das Wort Toleranz, das man für sich in höchsten Tönen selbst einfordert, wird mit Füssen getreten.

MIR reicht es gewaltig damit.

Ich bin die PR- und Kommunikationstante der SK WelcomeHome die Transgender Stiftung und habe mich seit Beginn meiner Arbeit in das Thema „Trans“, „Transsexuell“, Transgender mit großem Elan eingearbeitet. Als Sozial- und Geisteswissenschaftlerin fällt es mir nicht schwer, die persönlichen Prozesse, Sorgen, Befindlichkeiten und Nöte all´ der Menschen zu sehen und nachzuvollziehen, die sich in einer Transperson abspielen.

Seither kämpfe ich für Toleranz und Akzeptanz des Themas in allen Bereichen, die mir in meinem vielfältigen Arbeitsleben unterkommen.

Ich finde es wichtig, dass das Thema niederschwellig und offen in der breiten Gesellschaft kommuniziert wird und in die Gesellschaft getragen wird.

Was mich jedoch tierisch nervt, sind die hochnäsigen, ausgrenzenden, besserwisserischen Ansätze und Grabenkämpfe in den eigenen Reihen. Da sagt mir doch eine Transfrau, dass es unmöglich sei, einen Transvestiten in den eigenen Reihen zu dulden. Er gehöre nicht dazu! Ganz ehrlich! DA hört mein Verständnis für Toleranz auf!

Unsere Stiftungspräsidentin hat ein wichtiges Zitat geprägt, das ich sehr hoch halte und in der Stiftungsarbeit über alles stelle:

„Es ist der Mensch, der zählt.“

Es ist egal, welche Hautfarbe du hast, welche Identität du lebst, welche sexuelle Orientierung du hast, ob du ein Handicap hast oder auch nicht, welcher Ethnie du angehörst…….DU zählst für uns, DU ALS DER MENSCH, der DU BIST!

Wenn wir das ENDLICH alle begriffen haben, dann sind wir auf der Ebene angelangt, die es uns ermöglicht für die BELANGE ALLER einzutreten und authentisch für Toleranz einzustehen.

WIR sind für ALLE da!

WIR grenzen niemanden aus!

WIR heißen ALLE willkommen, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen!

Intoleranz hat in unseren Reihen definitiv nichts zu suchen.

Mein Fazit: der Regenbogen ist für alle da!

Ja, es gibt sie, die Vorzeigekarrieren der Frauen und Männer, die es geschafft haben, ihre Selbstbestimmung und Identität zu erlangen und ihre Führungspositionen in Organisationen und Unternehmen zu behalten, obwohl sie Transmenschen sind.

Auch auf den einschlägigen LGBTI Karrieremessen wie der „Sticks&Stones“ leuchten die Regenbogenfarben von jeder Präsentation. Die Besucher*innen sind angetan, um nicht zu sagen begeistert. Alle großen Marken sind vertreten – Handelsketten, Telekommunikationsriesen, Pharmakonzerne, Luxuslabels…..und alle betonen sie unisono:

WIR WOLLEN DICH!

Puh, da fällt Frau/Mann doch ein Stein vom Herzen. Sie wollen mich! Das kommt selten vor, wenn man „Trans“ ist.
Die persönliche Erfahrung ist dann doch eindeutig eine andere.

Und nun bestätigt eine neue Studie, die vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), zusammen mit der Universität Bielefeld durchgeführt worden ist, ein sehr erschreckendes Ergebnis:

40% der Transmenschen werden am Arbeitsplatz gemobbt und/oder sexuell belästigt.

Puh, das ist starker Tobak und entspricht leider den persönlichen Erfahrungen vieler Betroffener. Die Folge ist, dass immer noch viele Transmenschen davor zurückschrecken sich endlich zu outen. Sie halten aus Angst vor den Folgen für ihre Karriere am Doppelleben fest, mit all den negativen Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden und ihr Lebensglück.

Wo ist sie – unsere liberale Lebenseinstellung?
Wo ist es – unser Recht auf Selbstbestimmung?

Ist unsere Gesellschaft gerade dabei einen Rückschritt zu machen – einen Rechtsruck zurück in finstere Zeiten?

Fakt ist:

Es gibt viel zu tun!

ALLE Menschen, denen eine freie Gesellschaft ohne Diskriminierung wichtig ist, MÜSSEN jetzt zusammenhalten.
Jede/r ist an seinem Arbeitsplatz und in seinem persönlichen Umfeld dafür verantwortlich, dass er/sie einer Diskriminierung von Transmenschen in jeder Form eine Abfuhr erteilt.

Das können kleine, bissige Bemerkungen sein, böse Witze, abschätzige und beleidigende Worte und Begriffe, Getuschel und Gerede!
Wenn du Diskriminierung anderer Menschen in deinem Umfeld hörst und siehst, dann musst DU JETZT, HIER und HEUTE deinen Mund aufmachen und dich dagegen verwehren.

Wenn keiner beim kollektiven Getratsche der Alltagsdiskriminierung  mitmacht, dann hört sie wie von selbst auf!

Alltagsdiskriminierung ist der Nährboden für Diskriminierung, Ausgrenzung, Mobbing und sexuelle Belästigung.

Heute ist es dein Kollege, deine Kollegin, gegen den/die gehetzt und getreten wird, schon morgen kannst du es sein, weil den ewig Gestrigen und rechten Hetzern deine Nase nicht passt.

Wer passiv schweigt, wenn über andere geredet wird, macht sich mitschuldig und ist mitverantwortlich!

Im Übrigen:

Unsere SK Welcome Home Stiftung hat sich genau diesem Thema verschrieben:

Karriere und Karriereerhalt MüSSEN für jeden Transmenschen ganz selbstverständlich möglich sein.

Es gibt viel zu tun – in den Unternehmen, in den Vorstandsetagen, in den Personalbüros aber vor allem auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Lasst es uns anpacken!

Wer bin ich?

Das ist die zentrale Fragen ALLER Menschen. Wer seine/ihre Antwort auf diese alles entscheidende Frage gefunden hat, der hat es geschafft und kann ein zufriedenes, glückliches und erfolgreiches Leben führen. Er/sie lebt nämlich sich selbst, mit allen Höhen und Tiefen – IMMER das eigene selbstgewählte  und selbstbestimmte Leben.

Diesen Traumzustand schaffen nicht alle. Viele bleiben stecken, weil sie im Außen leben. Was sagen die anderen? Darf „man“ das? Ist das richtig, was ich mache?

Es gibt eine Personengruppe, die im besonderen Maße von der Identitätssuche betroffen ist und die in der Regel viel mehr tun muss, um das eigene ICH zu entdecken und leben zu können:

Das sind Transgender Menschen.

Ihre Suche nach der eigenen Identität ist erschwert durch ein gesellschaftliches Umfeld, indem der große Themenkomplex Transgender nicht oder kaum existent ist.

Deshalb brauchen diese Menschen eine STARKE STIMME, um die Gesellschaft wachzurütteln und dem Thema eine Präsenz zu geben.

Die SK Welcome Home – die Transgenderstiftung hat sich genau diese Aufgabe zum Ziel gesetzt.

Eine STARKE STIMME zu sein und sich einzusetzen, um die Identitätsfindung und das Bekenntnis zum eigenen Sein zu ermöglichen und zu unterstützen.

Eine STARKE STIMME braucht Plattformen, um sich Gehör zu verschaffen!

Eine STARKE STIMME brauche eine Bühne, um laut sprechen und überzeugen zu können!

Eine STARKE STIMME brauche Kooperationen und Partner, die die Botschaft in die Welt tragen!

Wie schön, dass die STARKE STIMME der SK WelcomeHome Stiftung durch die neue Kooperation mit dem European Speaker Award genau diese „Must haves“ gefunden hat:

Eine Plattform, eine Bühne und einen starken Partner.

Die Stiftungsgründerin Sabina Kocherhans hat selbst den European Speaker Award im Juli 2020 gewonnen. Es wäre nicht „unsere Sabina“, wenn sie nicht die Gelegenheit beim Schopfe gepackt hätte und den Preis Stifter, Dr Martin Emrich, auf die Stiftung und das Stiftungsthema aufmerksam gemacht hätte.

Deshalb wird es die STIFTUNG und das STIFTUNGSTHEMA als STARKE STIMME ab Oktober auf den Veranstaltungen der European Speaker Award Veranstaltungen geben.

Einfach großartig!

https://www.emrich-consulting.de/european-speaker-award/

Freiheit – ja, das ist ein großer, ein sehr großer Begriff.
Auf alle Fälle lässt er uns die Freiheit, frei darüber nachzudenken. Jede/r hat die Freiheit, die Freiheit für sich selbst zu definieren UND danach zu leben.

Da beginnt das Problem. Können wir das? Erlauben wir uns die Freiheit frei zu denken?
Dürfen wir das?

Je nach unserem Alter stehen der eigenen Freiheit viele Jahre bzw. Jahrzehnte an Erziehung, Normen, Gebote, Verbote, Erfahrung, Zwang, Demütigung, Bestrafung, Angst und Furcht im Weg.
Wie unter einem großen Müllberg liegt unsere Freiheit wie ein Häufchen Elend begraben.

Die Kernfrage ist:

Wie kann ich meine Freiheit befreien? Wie kann ich sie aktivieren? Wie kann ich mir die große Freiheit MEINES Denkens und MEINES Handelns in MEIN Leben holen und die Kraft MEINER Freiheit für mich nutzen?

Die einfache Antwort lautet:

Beginne damit, die Altlasten an Vorurteilen und übernommenen Denkmustern, die sich auf deinem Lebensweg bis jetzt angesammelt haben, endlich abzulegen. Unter dieser psychologischen Müllschicht wirst du DICH entdecken. Das ist wiederum der Zugang zu DEINER Freiheit, das zu denken und so zu handeln, wie es für DICH richtig ist.

Wir fragen viel zu oft nach, was andere über uns denken.

Wer SEINE/IHRE persönliche Freiheit entdeckt hat, fragt nicht mehr nach dem Urteil und der Meinung anderer, sondern richtet das Denken und Handeln an sich selbst aus.Wenn du das geschafft hast, dich über die Meinung der anderen hinweg zu setzen und auf deine Meinung zu hören, dann bist du FREI und SELBSTBESTIMMT.

Ja, sich frei zu machen braucht Mut. Wenn man so lange am Boden der Fremdbestimmung gefesselt war, dann braucht es Mut, diese Fesseln zu kappen und in die Lüfte der eigenen Freiheit abzuheben. Doch keine Angst. Dein neu gewonnenes Selbstvertrauen wird dich tragen und davor bewahren, dass du abstürzt in die Gefangenschaft der Vergangenheit.

Die einzige Bedingung:

DU MUSST ES TUN!
DU MUSST DEINE FESSELN KAPPEN!
STARTE JETZT, HIER und HEUTE!
DEIN NEUES, SELBSTBESTIMMTES LEBEN nach DEINER FACON wird es dir DANKEN!

Los geht`s!

sehr persönliche Gedanken von Eva-Maria Popp

Mein Name ist Eva-Maria Popp, ich bin 61 Jahre alt und Sozial- und Geisteswissenschaftlerin. Ich bin eine aufgeklärte und liberale Frau. Mein Lieblingswort heißt Selbstbestimmung.

Vor knapp drei Jahren habe ich Sabina Kocherhans, die Gründerin der SK WelcomeHome die Transgenderstiftung kennengelernt.

Wir haben uns ein erstes Mal „grenzübergreifend“ am schönen Bodensee getroffen. Dieses erste Treffen sehe ich inzwischen symbolisch. Ja, es sind Grenzen, die Trans*Menschen täglich fühlen, spüren, erleiden, überwinden müssen.

Seither arbeite ich für die Stiftung und bin für die Entwicklung des Stiftungskonzepts und, seit der erfolgreichen Gründung, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Darüber bin ich sehr glücklich. Das Thema liegt mir sehr am Herzen.

Vor allem habe ich seither unglaublich viel gelernt. Ich bin in jedes Fettnäpfchen getappt, in das man als „Nicht aus der Szene stammender Mensch“ tappen kann. UND DAS IST GUT SO!

Wenn wir wollen, dass das Thema Transgender ein ganz normales Thema wird, wie jedes andere auch, dann müssen wir zueinander finden. Diejenigen, die sich von Geburt ihrem körperlichen Geschlecht zugehörig fühlen und diejenigen, die einen Riss fühlen zwischen ihrem körperlichen Geschlecht und ihrer eigentlichen Identität. Sie haben viel Arbeit vor sich, um diesen Riss zu kompensieren. Das ist aufwändig, mühsam, schmerzhaft und nicht wenige zerbrechen daran.

Damit dieser unglaubliche Aufwand wesentlich einfacher wird, müssen Menschen wie ich VERSTEHEN, worum es eigentlich geht.

Wir müssen aufeinander zugehen. Wir müssen uns gegenseitig verstehen. Wir müssen miteinander reden. Wir müssen offen sein, für das Fühlen, Denken und Handeln des anderen.

Wenn wir nicht miteinander reden, dann überlassen wir den Vorurteilen, der Unwissenheit und vor allem der Unsicherheit das Feld. Das ist brandgefährlich, weil Unsicherheit ganz leicht in Angst umschlagen kann. Angst vor dem Unbekannten ist wiederum die Quelle für Ablehnung, bis hin zu Aggression und Gewalt.

Da sind wir beim Thema: Homophobie und Transphobie sind auf dem Vormarsch. Kann, bzw. darf das sein? Wie ist es möglich, dass wir exakt 100 Jahre nach den ersten zaghaften Öffnungen in Sachen Selbstbestimmung, die es während der Weimarer Republik durchaus gegeben hat, symbolisch zurückkehren ins dunkle Mittelalter der Scheiterhaufen – und das im 21. Jahrhundert.

Homophobie und rechtsradikales Gedankengut gehören eng zusammen. Menschen, die tiefe Angst vor dem Unbekannten empfinden sind unfrei im Denken, Fühlen und Handeln. Deshalb bekämpfen sie alles, was nach Freiheit anmutet.

Es ist unser aller Pflicht, dass wir Raum für Selbstbestimmung und Freiheit in der Öffentlichkeit schaffen.

Es ist unsere Holschuld, dass wir uns informieren und offen sind für das Fühlen und Handeln von Trans*menschen.

Es ist unsere Zivilcourage gefragt, dass wir jeden Ansatz von Homophobie und Transphobie sowohl in Wort und Tat im Keim ersticken.

Es ist einzig und allein der Mensch, der zählt!

queere Gedanken von Eva-Maria Popp

Reden hilft immer!

Reden erleichtert die Seele!

Miteinander reden bringt die Menschen zusammen!

Miteinander reden ist die beste Prävention gegen Missverständnisse!

Reden über „Gott und die Welt“ bringt neue Impulse und neue Erkenntnisse!

Reden über QUEERE THEMEN  hilft Vorurteile aufzuweichen und präpariert das Thema für die Gesellschaft.

Deshalb hat Sabina Kocherhans den QUEER Talk ins Leben gerufen – weil darüber reden hilft!

Die Queer Bewegung hat ihren Ursprung in den frühen sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seit dieser Zeit ringt die Gesellschaft um Gleichberechtigung und das Recht auf Selbstbestimmung für ALLE Menschen. Die Betonung liegt auf der eigenen – von der Heteronormativität abweichenden – Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität. Prägend wirkt dabei der Gedanke, dass der angenommene Zwang zur Heteronormativität aufgelöst und es für ALLE Menschen erlaubt sein muss, ihr Leben mit verschiedenen Vorstellungen, sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentitäten im Frieden leben zu dürfen.

Davon sind wir 60 Jahre später noch weit entfernt. Sogar in den demokratischen und aufgeklärten europäischen Ländern gehören  queere Themen durchaus noch nicht zum Normalitätsprinzip. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geben sich einen liberalen Anstrich, doch die gesetzlichen Vorgaben, die gesellschaftliche Realität und vor allem die Situation auf dem Arbeitsmarkt sprechen eine andere Sprache. Das gilt vor allem für Trans*menschen, die noch diversen ausgrenzenden und diskriminierenden Mechanismen unterliegen. Als Beispiele seien das Verbot für Blutspenden genannt oder die teilweise entwürdigenden Vorgaben bei Behördengängen.

Ganz nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ dürfen wir nicht nachlassen, die bestehenden Missstände anzuprangern und vor allem in einer breiten Bevölkerungsschicht für Aufklärung und Verständnis zu sorgen. Immer wieder reden, reden, reden…..

Der QUEER Talk bietet zweimal im Monat die Möglichkeit für gute Gespräche, Diskussionen und Aufklärung. Sabine Kocherhans lädt dazu interessante Menschen und Persönlichkeiten in ihr Talkstudio, um ihnen eine Stimme zu geben.

Interessant – innovativ – kreativ – aufklärend – präventiv – integrativ –begeisternd

Save the date!

QUEER TALK

Jeden zweiten Dienstag im Monat

Immer um 19.30

Reinschauen und reinhören unter https://www.facebook.com/groups/346588696223092/

oder auf der Website:

https://sk-welcomehomestiftung.com/queertalk

Viel Spaß beim Zuhören, Mithören, Mitreden UND weitersagen nicht vergessen!

Weil reden hilft!

Rassismus und Ausgrenzung ist immer und überall

Gedankenimpulse von Eva-Maria Popp

Der Juni 2020 ist ein Monat, der in der Geschichte einen ähnlichen Stellenwert haben wird, wie die Ermordung von Dr. Martin Luther King. Dieser besondere Monat wird für immer verbunden sein mit dem grausamen Verbrechen an George Floyd und den Demonstrationen gegen Rassismus auf der ganzen Welt.

Definitiv markiert Floyd`s Tod eine Wende im latenten oder auch offen rassistischen Umgang mit People of Colour in Amerika und rund um den Erdball.

Eine ähnliche Zeitenwende hat die Gesellschaft im Juni 1969 mit den Ausschreitungen und Protesten rund um Stonewall erlebt.

Beide Male geht es um Ausgrenzung, um Erniedrigung, um Hass, um Macht und um Gewalt gegen „andere“ und „das andere“.

In der Kultfigur „ Sylvia Rivera“, der tapferen Drag Queen und Transfrau mit puertoricanisch-venezulanischen Wurzeln, die mit ihrer mutigen Aktion in der Stonewall Bar das Fass zum Überlaufen brachte, vereinigen sich alle Facetten des Rassismus. Als CoP und Transfrau hat sie Zeit ihres Lebens doppelte Ausgrenzung und menschliche Enttäuschung erlebt.

Ich kann mir keine mutigere Frau vorstellen, als Sylvia Rivera.

Als eine der ersten Aktivistinnen hat sie an allen Fronten für die Rechte der Homosexuellen und Transmenschen gekämpft. Sie hat ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdient, gab es doch zu damaligen Zeiten für Transfrauen kaum eine andere Möglichkeit. Mit dem Geld, das sie verdiente, unterstützte sie transsexuelle jugendliche Wohnungslose.

1970 gründete sie den Verein „Street Transvestite Action Revolutionaries“ (STAR), um obdachlose Draq Queens und Transpersonen zu unterstützten.

Besonders tragisch ist es, dass sie mit dem Mainstream der LGBT Bewegung immer wieder in Konflikt kam. Rivera war sehr stark involviert in die „Gay Activist Alliance“. Die Mitglieder dieser Bewegung distanzierten sich allerdings von der Transgenderbewegung. Sie verweigerten die Unterstützung, als es um die Durchsetzung der Rechte für Transmenschen ging. Ein persönlicher, herber Schlag ins Gesicht von Sylvia Rivera, die lange Zeit als Drag Queen lebte und selbst Transfrau war.

Sie musste erleben, dass weiße homosexuelle Männer plötzlich agierten, als ob sie mehr wert waren, als Transmenschen und CoP.

Da war es wieder – „das Andere“!

Du bist anders! Du gehörst nicht zu uns! Wir sind die Besseren!

Diese Vorfälle fanden in den 70 und 80 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts statt. Man würde hoffen, dass dieses ausgrenzende und erniedrigende Denken und Verhalten damit lange Vergangenheit wäre. Doch weit gefehlt:

Noch heute erleben wir es in der LGBTI Community. Da gibt es Transmenschen, die sich erheben und sich über Drag Queens echauffieren:

„Wir sind die Guten, die Richtigen! Ihr seid anders!“

Mein Fazit:
„Das Andere“ ist ein SeelenMONSTER und muss bezwungen werden.

Erst wenn wir erkennen, dass wir alle etwas gemeinsam haben, das uns eint!

WIR ALLE sind MENSCHEN.

Welche Hautfarbe wir haben, welcher Nationalität wir angehören, ob wir Mann oder Frau sind, intersexuell, asexuell, transsexuell, klein oder groß,, dick oder dünn……..WEN interessiert es?

Nehmen wir uns ein Bespiel an einer großen Frau, die unser aller Respekt verdient:

Sylvia Rivera

Sie ist für mich ein großes Vorbild.

Sie war mutig, sie war menschlich, sie hat geholfen, sie hat gekämpft, sie hatte keine Vorurteile.

„Es ist der Mensch der zählt,“ sagt unsere Stiftungspräsidentin Sabina Kocherhans.

Sylvia Rivera hat nach diesem Motto gelebt und gehandelt.

Es ist schön zu sehen, dass das Andenken an die große Kämpferin Sylvia Rivera durch die Namensgebung einer Straße in New York hochgehalten wird.

Die Sylvia Rivera Street ist eine späte Ehre für eine Frau, der wir alle zu Dank verpflichtet sind. Sie hat uns allen gezeigt, wie es geht.

Ihr bemerkenswerter Lebensweg und ihr Kampf für Drag Queens UND Transmenschen muss unser Vorbild sein. Es ist unsere Verpflichtung ihr zu folgen und endlich „das ANDERS“ in unserem eigenen Denken und Handeln zu besiegen.

Du bist dafür verantwortlich, dass du „DEIN ANDERS“ verwandelst in „UNSER GEMEINSAM“.

von Eva-Maria Popp

Es war am 28. Juni 1969 – im New Yorker Stadtteil Greenwich nehmen die Dinge ihren Lauf, die uns noch heute bewegen. In einer Bar, die hauptsächlich von Schwulen und Transsexuellen besucht wird, gehen „die Lichter aus, bzw. die beginnt das „poststonewall `sche Zeitalter“ – die Stunde Null.

Was ist passiert?

Die Bar Stonewall in der Christopher Street war in den sechziger Jahren ein privater Tanz Club, der sich an die LGBTI Gemeinde richtete. Das feierfreudige Volk wurde regelmäßig zum Opfer brutaler und erniedrigender Razzien einer Polizei, die wenig tolerant war. Am 28. Juni war das Maß randvoll. 2 einzelne Menschen, die wieder einmal drangsaliert wurden haben sich begonnen vehement zu wehren. Dieser spontane Aufstand zeichnet eine historische Zeitmarke, die Stunde null, und ist heute bekannt als der Christopher Street Day bzw. der gesamte Monat Juni wird weltweit als World Pride Month gefeiert.

Vor allem in New York, dem Geburtstort des World Pride Month, wird dieses Ereignis in einer unvorstellbaren Intensität gefeiert und das ist gut so.

Die Aktivisten der Stonewall Bar haben vor 51 Jahren das große Tor zur Selbstbestimmung aufgestoßen, durchschreiten muss dieses Tor jede und jeder für sich selbst. Leider sind das noch lange nicht alle, die durch diese Pforte schreiten. Die Homophobie und diverse andere Phobien sind gerade wieder auf dem Vormarsch. Deshalb ist die alles entscheidende Frage: „Was können wir alle dagegen tun? Was kann jeder Einzelne von uns dagegen tun? WIR ALLE MÜSSEN UNS STARK MACHEN FÜR DIE ANERKENNUNG eines SELBSTBESTIMMTEN LEBENS.

Sabina Kocherhans, die Präsidentin der SK WelcomeHome die Transgenderstiftung sagt dazu:

„Es ist der Mensch, der zählt!“

Egal welche Hautfarbe du hast, welcher Nationalität du angehörst, welche sexuelle Orientierung du hast, ob du Mann oder Frau bist, ob du transsexuell, intersexuell oder asexuell bist – DU BIST ES, mit dem ich spreche und nicht eine Determinante.

Deshalb setzt die SK WelcomeHome die Transgenderstiftung auf Diversity. Sie steht dafür, dass ALLES und ALLE Lebensformen okay sind. Ausgrenzung wird NICHT geduldet.

Diesen Vorgang nennt man in der Sozialwissenschaft das sogenannte Normalitätsprinzip. ALLES ist normal, was und wie das Individuum selbstbestimmt leben möchte. Selbstverständlich unter Achtung des Rechts auf Unversehrtheit.

Normal ist, was gefällt! Erlaubt ist, was gefällt!

Jeder Mensch hat das Recht auf Normalität.

Jeder Mensch hat die Pflicht darauf zu achten, ein selbstbestimmtes Leben zu leben in Ruhe, Freiheit und Toleranz.

Geh` durch die Pforte der Freiheit und halte proaktiv und bewusst die Tür auf für alle, die dir folgen!

ALLE gehen mit! ALLE sind dabei! ALLE machen mit! ALLE bekennen sich zu einem Leben in Selbstbestimmung.

Macht Stonewall 2020 zur neuen Stunde Null und erinnert euch an den Elan der ersten Protagonist*innen der Stonewall Bar!