Das war unser Jahr 2021

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, sagte der berühmte Philosoph Aristoteles. Ja, wo er Recht hat, hat er Recht. Deshalb adaptieren wir diese wichtige Botschaft für unsere Stiftung und halten Rückschau, nach unseren Aktivitäten und dem Ergebnis, das wir damit erreichen konnten.

Vorausschicken möchte ich, dass es das Ziel unserer Stiftung ist, sich sehr niederschwellig um die Akzeptanz des Themas „trans“ in großen Teilen der Gesellschaft zu kümmern. Das ist ein großes Ziel, das wir sicher nicht in kurzer Zeit erreichen können. Doch auch hier zitiere ich ein berühmtes Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel“. 

Unsere Stiftung hat sich 2019 auf den Weg gemacht. Der erste Teil der Wegstrecke war gepflastert mit vielen bürokratischen Hürden aber auch mit der Orientierung, der Konzeption und  der Teambildung.

Das vergangene Jahr 2021 war geprägt von vielen Aktivitäten in Sachen PR und Öffentlichkeitsarbeit, was absolut unserem Kernziel entspricht.

Ein großes Projekt war die Stiftungsgala „Spectacolo Amace“ im Captiol Theater in Offenbach. Viele Prominente und VIP`s haben uns, und somit unserem Thema, die Ehre gegeben. Allen voran sei der große Hollywood-Produzent und Bestsellerautor Ray Charles junior genannt, der sich sehr bewegt zeigte von der Community. Er hat fest versprochen, das Thema „trans“ mit nach Hollywood zu nehmen. WOW! Das ist großartig und ein großer Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel.

Ein Großteil unserer Arbeit läuft in den sozialen Medien. Wir posten regelmäßig unseren zweiwöchentlich erscheinenden Blog. Dieser nimmt viele aktuelle Themen aus der Community auf, sowohl politisch motivierte, als auch persönliche Themen. Immer wieder schreiben wir in diesem Blog über weltweite Kunstprojekte, die das Thema „trans“ in den Vordergrund rücken, aber auch der Blick in die Geschichte kommt nicht zu kurz.

Im  regelmäßigen „Queertalk“ unserer Stiftungspräsidentin kommen wichtige Menschen und Meinungsbildner*innen zu Wort und bereichern unsere Kommunikationsstrategie.

Mit der dgti e.V. verbindet uns eine rege Kommunikation und Kooperation.

Viele Veranstaltungen, die wir das ganze Jahr über geplant hatten sind natürlich dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Von einem Spendenlauf im Mai, bis zu unserer Teilnahme an diversen CSD-Märschen mussten wir auf öffentliche Auftritte verzichten. Nichts desto trotz haben wir dafür an vielen  digitalen Veranstaltungen teilgenommen oder haben entsprechende Kampagnen organisiert und durchgeführt.

Die direkte Beratungsarbeit und finanzielle Unterstützung von einzelnen betroffenen Personen ist eigentlich nicht in unseren Stiftungszielen verankert. Dennoch findet sie immer wieder situationsorientiert statt. Allerdings kommunizieren wir das nicht öffentlich, um die Menschen, die uns direkt um Hilfe bitten, zu schützen.

Viele Vorbereitungen auf große Projekte, die wir im Jahr 2022 planen sind natürlich bereits in 2021 angelaufen und haben einen Teil unserer Arbeitszeit aber auch finanzielle Ressourcen beansprucht.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Stiftungspräsidentin Sabina Kocherhans, die unermüdlich im Einsatz ist und durch ihr Engagement das finanzielle Rückgrat unserer Stiftung bildet. Außerdem ist sie ständig damit beschäftigt andere Menschen davon zu überzeugen, unsere Stiftung finanziell zu unterstützen.

Auch im personellen Aufbau ist Sabina fest eingebunden. Es wurden neue Stellenprofile geschaffen, die im Jahr 2022 umgesetzt und besetzt werden. 

Ebenfalls wurde die Unternehmerkommunikation im Jahr 2021 intensiv ausgebaut und bespielt. 

Die Stiftung wird in Zukunft von Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung von Diversity Konzepten herangezogen werden. Vor allem diese Tätigkeit bringt uns unserem Ziel ein großes Stück näher.

Fakt ist:

Wir gehen unseren Weg, stetig und in kleinen, manchmal großen Schritten. Wir sind stolz darauf, dass wir die vielen Steine, die auf diesem Weg liegen, gemeinsam im Team beseitigen und freuen uns über jeden Schritt, den wir für unsere Community und das Thema „trans“ weiterkommen.

DANKE von Herzen an alle, die uns unterstützen, die mit uns ins Gespräch kommen und die unsere Botschaft weitertragen.

DANKE auch an das gesamte Stiftungskernteam. Ihr seid SPITZE!

Gemeinsam sind wir stark!

Heute darf ich euch Andrea Schmalz vorstellen, Chefin der „Relaxkids“.

Sie arbeitet seit vielen Jahren im Kinder- und Familiencoaching – in der Hauptsache mit den Themen Diskalkulie und Legasthenie.

Aber auch mit allen anderen Themen, in denen Kinder sich unsicher fühlen und Unterstützung brauchen ist Andrea eine wichtige Ansprechpartnerin.

Die Botschaft von Andrea ist: du bist okay! 

Übersetzt auf unsere trans* Kinder heißt das – dein Outing ist okay! Du machst das genau richtig!

Andrea drückt ihre Botschaft gerne in Form von Edelsteinen aus. Seit ihre Eltern ein Kristallmuseum im bayerischen Riedenburg gegründet haben, ist sie ein Fan der Edelsteine. 

„Edelsteine sind immer schön und perfekt, so wie sie sind“, sagt Andrea Schmalzl. „Deshalb stehen sie für mich für Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein. Wir können viel von dieser individuellen Schönheit lernen.“

Mit der „Akademie für ganzheitliches Kinder- und Jugendcoaching“ erreicht Andrea Schmalzl, zusammen mit dem Partnerunternehmen „Lernort“ nicht nur Kinder, sondern auch deren  Lehrer*innen, Erzieher*innen.

Gerade das Ausbildungs- und Trainingsangebot für Pädagog*innen ist sehr wichtig, weil diese dabei lernen, wie man Kinder ganzheitlich unterstützen kann. Somit schließt sich der Kreis zu unseren trans* Kids. Das Thema trans* ist endlich auch in den Schulen angekommen, wird dort aber teilweise nicht angenommen! Daher müssen wir ALLE ALLES tun, damit sich das ändert. Niederschwellige Aufklärung von allen Seiten kann helfen, die Mauern einzubrechen.

Aktuell hat Andrea eine tolle Aktion für alle Kinder auf die Beine gestellt.

Sie stellt 20.000 Edelsteine zur Verfügung. Jeder dieser Steine ist individuell und perfekt in seiner Ausführung. Jeder Edelstein wird in Form und Farbe erklärt und seiner Wirkungsweise.

Schüler*innen können sich für ihre Schule um ein Edelsteinpaket bewerben unter www.akademie-gkj.de/edelsteine-anmeldung (Bewerbungsschluss  ist der  14. Januar 2022).

Mit ein bisschen Glück ist deine Schule unter den Gewinnern, wenn am 16. Januar 2022 das Glücksrad entscheidet.

Die Schule erhält exakt so viele Steine, wie sie Schüler*innen hat und verteilt die einzelnen Steine an jede*n einzelne*n mit der jeweiligen Information über den Stein.

So wird die Kernbotschaft für ein glückliches und zufriedenes Leben  „DU BIST OKAY“ an alle kommuniziert.

Besonders unsere trans* Kinder, aber auch deren Eltern, profitieren von dieser Botschaft, stehen sie doch immer noch enorm unter dem Druck der sogenannten „Normalität“. 

Das ist absurd im 21. Jahrhundert und muss sich dringend ändern.

Wir alle sollten uns öffnen für die Individualität und Einzigartigkeit jede*s Einzelnen. 

„Ich bin o.k. – du bist o.k.“ lautet einer der wichtigsten Buchtitel des berühmten Kommunikationspsychologen Thomas Harris.

DAS ist die Botschaft, die uns allen hilft. Wir müssen sie nur annehmen und endlich begreifen.

ICH entscheide über MICH! Niemand hat das Recht über MICH und mein SEIN zu entscheiden außer MIR!