Ja, auch wir sind zurück!

Corona hat unsere Gala 2020 vom Winde verweht. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Charity Gala zu Gunsten der SK Welcome Home Stiftung am 12. November 2021 im Capitol Theater Offenbach wieder über die Bühne gehen wird.

Eine festliche Gala ist immer eine besonders effektive Möglichkeit, unser Thema Transgender zu kommunizieren. Prominente, Stars und Sternchen zeigen durch ihre Anwesenheit Solidarität mit dem Thema Transgender und der gesamten Community. Das ist ein wichtiges und wunderbares Zeichen an die Gesellschaft.

Deshalb freuen wir uns, dass wir viele bekannte Künstler*innen gewinnen konnten, dabei zu sein.

Gregor Glanz wird die Gala moderieren und ihr damit seinen Glanz verleihen☺

Brix Schaumburg, der erste in Deutschland geoutete trans Schauspieler, wird mit einem ShowAct unterhalten und Peter Löhman, der Schweizer Comedian, ist für die Massage unseres Zwerchfells verantwortlich.

Ein besonderes Highlight wird die Vorstellung des Buches unserer Kinderbotschafterin Julana Gleisenberg sein. Sie ist ein bezauberndes trans* Mädchen und hat ihr Leben und ihre Erfahrungen in einem Kinderbuch zu Papier gebracht. Chapeau!

Eine Liste der erwarteten VIP Gäste, findet ihr hier.

Natürlich werden wir vorzüglich speisen, das eine oder andere Gläschen Champagner trinken und vor allem, werden wir Spaß haben, miteinander ins Gespräch kommen und uns kennenlernen.

Damit erfüllt diese Gala den Stiftungszweck auf hervorragende Art und Weise: die Gesellschaft über das Thema Transgender zu informieren und sie für dieses Thema zu öffnen und zugänglich zu machen.

Dazu braucht es viele Menschen, die über dieses Thema sprechen und dafür solidarisch einstehen.

Wie würde man diesen Zweck besser erfüllen, als in einer schönen Atmosphäre und an einem Ort der Freude, der Heiterkeit, der Leichtigkeit und vor allem der Begegnung.

Wir freuen uns darauf, wenn auch DU dabei bist!

Kartenbestellung unter info@sk-welcomehome-stiftung.com

14. September 2021, Passauer Neue Presse unter der Rubrik Kompakt:

„Ein Transmensch, 40 Jahre alt, hat sich am frühen Nachmittag auf dem Alexanderplatz in Berlin mit Benzin übergossen und angezündet. Der Vorfall ereignete sich vor einem Kaufhaus und laut Zeugen wortlos.“

Welch` schrecklicher Vorfall?

Eine Verzweiflungstat? 

Wir wissen es nicht. Wir können nur erahnen, was diesen Menschen dazu bewogen hat, sich in aller Öffentlichkeit selbst zu verletzten und zu gefährden.

Trans* Menschen stehen unter ungeheuerlichem Druck, wenn sie sich in unserer Gesellschaft selbstbestimmt bewegen wollen. Diesen Druck halten nicht alle aus. Nicht wenige zerbrechen daran. 

Sie können es nicht mehr aushalten, dass sie ständig missverstanden werden und in einengende und unpassende Schubladen gesteckt werden.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir, wir alle, die Gesellschaft, handeln.

Wir müssen trans* Menschen eine Stimme geben!

Wir müssen zuhören, wenn trans* Menschen sagen, was sie brauchen!

Wir müssen zeigen, dass wir solidarisch sind!

Die Voraussetzung dazu ist, dass wir aufklären. Jede/r in unserem Land muss wissen, dass es trans* Menschen gibt und dass sie eine Gruppe in unserer Gesellschaft bilden, die wie jede anderen zu uns gehört!

Vor der Solidarität steht Wissen!

Deshalb ist Aufklärung so wichtig!

Wir von der „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“ freuen uns, dass wir mit unserer Arbeit unseren Beitrag zur Aufklärung leisten können.

Dem Verbrennungsopfer in Berlin wünschen wir alles Gute, gute Besserung!

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Nachtrag: entgegen der ersten Angaben, die Verletzungen der trans Frau seien schwer aber nicht lebensbedrohlich, ist sie am Mittwoch, 15.09. verstorben.

Gendern? Muss das sein? Brauchen wir das?

Im Moment schlagen die Wellen hoch in Sachen Gendersprache oder gendergerechter Sprache. Was mir auffällt? Die Menschen in unserem Land haben KEINE Ahnung, warum gendern so wichtig ist. Sie lehnen es ab, weil sie nicht verstehen.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit stichhaltigen Argumenten dagegenhalten und somit unser Recht auf eine korrekte Ansprache verständlich machen.

Natürlich bedeutet korrekte Gendersprache eine Veränderung und eine große Umstellung. Doch was uns bei der Rechtschreibreform gelungen ist, das sollte uns auch bei der Umstellung auf eine korrekte Gendersprache gelingen. Sobald der Gewöhnungseffekt eingetreten ist, kräht kein Hahn mehr danach. Im Übrigen ist Sprache IMMER in Bewegung und in ständiger Veränderung.

Es ist die Wechselwirkung der Sprache mit den gesellschaftlichen Faktoren, die so wichtig ist in der Argumentation. Wer oder was in unserer Sprache nicht vorkommt, ist auch nicht existent in der Gesellschaft. Wer oder was nicht existent ist, wird auch nicht bedacht, wenn es um Rechte und Bedürfnisse geht.

Vor allem für trans* Menschen ist gendern existentiell wichtig, um IHR THEMA endlich sichtbar, hörbar, fühlbar, verstehbar zu machen.

GENDERN ist der öffentliche Ausdruck eines selbstverständlichen Menschenrechts.