Aus der Sozialpsychologie wissen wir schon lange, dass alles Angst macht, was wir nicht kennen.

Deshalb ist die größte Hürde bei der Einführung von neuen Dingen, Methoden oder auch Themen in die Gesellschaft „die, der, das Unbekannte“.

Mit anderen, zugegeben sehr drastischen, Worten aus meiner bayerischen Heimat:

„Was der Bauer ned kennt, des frisst a ned.“

Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir alle dazu beitragen, dass unser Thema der Transgeschlechtlichkeit in der Öffentlichkeit sichtbar ist, um auf ganz natürliche Weise vom Status „neu und unbekannt“ auf Status „bekannt“ zu wechseln.

Dazu  müssen wir runter von unserer Insel, raus aus der eigenen Bubble und rein in die Öffentlichkeit.

IMMER und IMMER WIEDER.

Trans* Personen müssen sichtbar sein. Sie müssen Teil unserer Gesellschaft werden. Ganz selbstverständlich.

In der Sozialpsychologie nennen wir dieses Phänomen das Normalitätsprinzip. 

Erst wenn trans* Personen immer wieder in der Öffentlichkeit stehen, werden sie als Teil dieser Gesellschaft wahrgenommen. Parallel zu diesem Prozess der Einführung ist es unsere Aufgabe aufzuklären. Wir müssen Daten und Fakten liefern, müssen aufklären und informieren.

Das wiederum nimmt dem Thema und der Community das Schicksal der Legendenbildung und der Gerüchteküche.

Wenn wir sachlich und fachlich informieren, dann ist das die beste Prävention gegen Transphobie, Ausgrenzung und Frust.

Es ist unsere Aufgabe zu zeigen „wer wir sind“ und für Menschen, die es interessiert, warum wir „genau so sind wie wir sind“.

Deshalb freuen wir uns über jede Möglichkeit der Kommunikation und Sichtbarkeit.

Danke an „queer Niederbayern e.V.“, dass ihr mit eurer Veranstaltung ein Zeichen setzt und dem Thema der Transgeschlechtlichkeit Sichtbarkeit gebt.

Und nun freuen wir uns auf viele interessierte Besucher*innen.

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