Das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen ist ein beliebtes Thema in den Kinderzimmern dieser Welt. Zahlreiche Erzählvarianten, Theaterinszenierungen und Verfilmungen haben die kleine Meerjungfrau zu einer magischen Figur gemacht. Als Bronzeskulptur im Hafenbecken von Kopenhagen hat sie Kultstatus für alle Besucher der dänischen Hauptstadt.

Wer ist dieses Fabelwesen, das nach der eigenen Identität sucht?

Ist sie Mensch? Ist sie ein Meeresbewohner*in? Ist sie tatsächlich eine Frau? Keines dieser Attribute trifft wirklich auf dieses bezaubernde, wie suchende Fabelwesen zu. Diese Zerrissenheit „zwischen den Welten“, diese Suche nach ihrer Identität macht sie seit Jahrzehnten zur interessanten Figur für die Tiefenpsychologie.

Mit dem Ergebnis, dass die zeitgenössische Psychologie die kleine Meerjungfrau zum Ausdruck einer queeren Persönlichkeit ihres Schöpfers macht.

Hans Christian Andersen war Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Heute weiß man, dass er eigentlich eine trans*Person war. Doch sich das selbst einzugestehen, geschweige denn, sich dazu zu bekennen war zu seiner Zeit mehr als unmöglich.

So hat er in der Welt seiner Märchen Zuflucht gesucht und viele Fabelwesen erschaffen.

Mit der kleinen Meerjungfrau ist ihm ein Meisterwerk der Kompensation gelungen.

Die kleine Meerjungfrau schafft es am Ende, sich aus den quälenden Konventionen ihrer Familie und ihres Umfelds zu befreien. Sie geht kompromisslos IHREN EIGENEN WEG und findet als Belohnung IHRE EIGENE IDENTITÄT.

Ein großes Vorbild und eine klare Botschaft:

Mach` dein Ding! DU weißt, wer du bist! Wenn du dich dazu bekennst, steht deinem Lebensglück nichts mehr im Weg.

Danke, Hans Christian Anders – danke kleine Meerjungfrau für die Botschaft!

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