Mein persönlicher Kreativitätsbooster

Eine der wichtigsten Aufträge, an denen ich zur Zeit mit meinem Team arbeite, ist die Konzeption der „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“ von Stiftungsgründerin Sabina Kocherhans. Diese Stiftung hat sich zur Aufgabe gesetzt, das Thema Transgender in der deutschen Gesellschaft zu etablieren und vor allem die Betroffenen zu unterstützen.

Um das Thema in seiner Ganzheitlichkeit und all seinen Facetten zu erfassen, habe ich in den vergangenen Monaten mehrere Reisen unternommen. Meine erste Reise führte mich im Mai 2019 nach Berlin zur Sticks&Stones lgbti Karrieremesse. Meine zweite „Anlaufstelle“, um mir genügend Impulse und Anregungen zu holen, war New York.

Ich besuchte New York im Jubiläumsmonat Juni 2019, anlässlich des World Pride Months, der vor genau 50 Jahren ins Leben gerufen wurde, um an die schrecklichen Vorfälle von Stonewall zu erinnern.

Seither hat sich viel bewegt und die Welt ist ein Stück weit offener geworden, wenn es um das Thema Transgender geht. Nichtsdestotrotz stehen wir in Deutschland am Beginn einer großen Bewegung, die das Normalitätsprinzip anstrebt. Mit der „SK WelcomeHome die Transgenderstiftung“ möchten wir diese Bewegung unterstützten.

Bereits auf der Karrieremesse sticks&stones in Berlin habe ich gelernt, dass sich die großen Unternehmen dem Thema lgbti und speziell Transgender gegenüber durchaus offen zeigen. Die Diversityabteilungen haben Maßnahmepläne und Agenden in der Schublade, was zu tun ist, wenn eine Trans*Person den großen Schritt des Outings macht und sich auf den langen selbstbestimmten Weg begibt zur eigenen Identität.

In der Praxis sieht das wohl oft anders aus. Sind es doch Menschen, die die Maßnahme-Pläne ausführen. Diese sind nicht gefeit vor Vorurteilen und untergraben damit oftmals die, an sich gut funktionierenden, Pläne.

Zurück zu meiner New York Reise:

Die ganze Stadt zeigte sich im Juni 2019 im „Pridefieber“. Die Schaufenster aller großen Marken haben sich auf vorbildliche Weise am großen Jubiläumsmonat beteiligt. Ob auf der 5thAvenue oder im eleganten Shoppingcenter am Columbus Circle – überall war und ist Pride ein großes Thema, das sich in den Schaufensterflächen zeigt. Das Lincoln Jazz Center hat ein musikalisches Werk namens STONEWALL in Auftrag gegeben, dessen Uraufführung am 23. Juni 2019 erfolgt. Das berühmte Traditionskaufhaus Macy´s bekennt sich zum Thema LGPT durch eine Ausstellung und mit den legendären Themenmonaten, durch die das Kaufhaus jeden Monat gesellschaftspolitisch aktuelleThemen aufgreift und sie im Präsentationskonzept optisch und haptisch umsetzt.

Calvin Klein und Michael Kors haben das Thema sogar in ihrem Sortiment aufgegriffen und eigene Pridekollektionen herausgegeben.

Von all diesen Aktivitäten sind wir in Deutschland weit, sehr weit entfernt. Für mich bedeutet das, dass wir unglaublich viel Arbeit in den nächsten Monaten haben, um mit der „SKWelcomeHome die Transgenderstiftung“ dafür zu sorgen, dass wir bald „amerikanische Verhältnisse“ im Umgang mit LGPT und Transgender bekommen, so wie ich das in New York erlebt habe.

Ich freue mich auf diese Aufgaben und habe noch in New York erste wichtige Kontakte geknüpft.

Der Touristmanager von Macy`s ist interessiert an der Charity Veranstaltung der Stiftung am 30. November 2019 in München teilzunehmen. Außerdem konnte ich mit einem Schauspieler sprechen, der uns unterstützen wird, amerikanische VIPs für die Gala zu „holen“.

Auf alle Fälle war diese Reise nach New York ein erster, sehr entscheidender Schritt, der die Stiftungsgründung mit Sicherheit voranbringen wird.

Für mich hat sich wieder einmal bestätigt, dass mein persönliches Unternehmenszielt – Wirtschaft, Gesellschaft und Soziales zu verbinden – ein guter Weg ist, um die nötige PR für gesellschaftspolitische Brennpunktthemen zu generieren. Meine Reise war mit der nötigen Leichtigkeit versehen, um an sich schwere Kost in verdauliche Häppchen zu verwandeln.

Herzlich Eva-Maria Popp

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